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Im Jahr 1895 verfasste Papst Leo XIII. eine Enzyklika an die katholische Kirche in den Vereinigten Staaten.

„Alle verständigen Menschen sind sich einig“, schrieb er,

„dass Amerika zu Größerem bestimmt zu sein scheint.

Nun wünschen wir, dass die katholische Kirche nicht nur daran Anteil haben,

sondern dazu beitragen möge, diese Aussicht auf Größe zu verwirklichen.“

Doch wie der Heilige Vater anmerkte, war die Kirche von Anfang an schon hier.

Vier Jahrhunderte zuvor hatte sich ein katholischer Entdecker in das große Unbekannte aufgemacht

und kehrte mit der Nachricht zurück, wie er in einem Brief schrieb,

„von einem Land, das reicher begabt ist, als ich weiß oder zu sagen vermag.“

Wenige Momente der Geschichte hatten größere Folgen.

Christoph Kolumbus erneuerte das Selbstvertrauen des Westens

und leitete jenes große Zeitalter der Entdeckung, Erforschung und Expansion ein

aus der Amerika geboren wurde.

Manche haben behauptet, dass der katholische Glaube ein fremder Import in unser Land ist.

Nur einer der 56 Männer, die die Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten, war Katholik,

Charles Carroll aus Maryland, nach dem einer der Gastgeber dieser Konferenz benannt ist.

Auf unserer Verfassung selbst erscheinen nur zwei katholische Namen.

Aber der katholische Glaube war immer Teil der amerikanischen Geschichte.

Der erste christliche Gottesdienst auf unserem Boden war eine katholische Messe.

Die älteste dauerhafte Siedlung in den Vereinigten Staaten ist die Stadt St. Augustine,

gegründet von spanischen Katholiken auf den Küstensanden meines Heimatstaats Florida.

Katholische Heilige wurden auf amerikanischem Boden weit über ein Jahrhundert vor Beginn der Revolution gemartert.

In Missionen und Siedlungen, Wildnisforts und Handelsposten

die sich von den ersten Kolonien bis zur fernen Grenze erstreckte,

weihten katholische Entdecker, Soldaten, Priester und Pioniere diese neue Welt

ihrem alten Glauben und gaben ihrem Land katholische Namen.

Maryland, St. Louis, San Francisco, Santa Fe,

fast jede Region des heutigen Gebietes der Vereinigten Staaten

wurde zuerst von Katholiken erforscht und kartiert.

Das ist kein Zufall.

Das Christentum lehrte den Westen, in Kontinenten und Jahrhunderten zu denken

statt in Dörfern und Jahreszeiten.

Die Kirche ruft uns, wie Christus dem heiligen Petrus in der Herzogtümer Ultham sagte,

hinaus auf die hohe See zu fahren.

Katholiken aller Zeiten haben auf diesen Ruf geantwortet.

Von den Wäldern des heidnischen Europas bis zur Wildnis Nordamerikas,

um neue Welten zu Christus zu bringen.

Das ist das Erbe, das unsere Pioniernation geprägt hat.

Der Geist der Erweiterung und Entdeckung, der Kontinente erobern würde,

die Geheimnisse des Universums entschlüsseln würde

und schließlich die Grenzen der Erde selbst überschreiten würde.

Es ist derselbe Geist, der 56 Amerikaner dazu brachte, ihr Leben,

ihr Vermögen und ihre heilige Ehre einander zu verpfänden

für die Sache der Unabhängigkeit vor zweieinhalb Jahrhunderten.

Katholiken in den Kolonien strömten herbei, um sich ihnen anzuschließen,

meldeten sich, um für die Patrioten zu kämpfen,

in einem Ausmaß, das ihren Anteil an der Bevölkerung bei Weitem überstieg.

Im Jahr 1790 schrieb George Washington an die römischen Katholiken Amerikas,

um ihnen persönlich für den patriotischen Beitrag zu danken,

den ihr zum Gelingen der Revolution geleistet habt.

Heute ist es populär zu behaupten, die Gründung sei lediglich ein Hirnprodukt der Aufklärung gewesen,

aber die Revolution war kein radikaler Bruch mit der Vergangenheit.

Es war eine Erneuerung eines älteren Erbes,

zugeschnitten auf die einzigartige Erfahrung eines freien christlichen Volkes in der Neuen Welt.

Dieses Erbe schöpft aus den alten Freiheiten der englischen Verfassung und des Common Law,

verwurzelt diese Traditionen jedoch in einer festen und unveränderlichen moralischen Ordnung,

die von den Gesetzen der Natur und dem Gott der Natur regiert wird.

Diese grundlegende Wahrheit verleiht dem Menschen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Sie versteht Freiheit und Tugend als untrennbar miteinander verbunden.

Wir sehen dies in der Struktur unserer politischen Ordnung selbst,

die nicht dazu geschaffen wurde, Zügellosigkeit zu sanktionieren, sondern Leidenschaft zu zügeln,

Ehrgeiz mit Ehrgeiz zu zügeln und das Gemeinwohl zu sichern.

Es stimmt natürlich, dass die meisten Männer, die unsere Gründungsdokumente verfassten,

selbst keine Katholiken waren,

aber das System, das uns gegeben wurde, gehört zu derselben zivilisatorischen Tradition

die die gewaltigen Kathedralen Roms und die Philosophie von Augustinus und Thomas von Aquin hervorgebracht hat.

Amerika war ein Geschenk, in dem die Kirche und die Zivilisation, die sie geschaffen hatte, wiedergeboren wurden,

indem sie sich in der Wildnis aufs Neue entdeckten.

Es ist zugleich modern und uralt.

Die Männer, die unser Land besiedelten und gründeten, waren die Architekten einer großen Wiedergeburt,

die die aufgeschobenen Träume der alten Welt und die Möglichkeiten eines jungfräulichen Kontinents erneuerten.

Es ist zweihundertfünfzig Jahre her, dass ein neues Volk sich vor der Welt erklärte.

Damals waren weniger als 2 % katholisch,

aber die Nation, die sie aufbauten, sollte zu einem der stolzesten

und dauerhaftesten Zeugnisse für die ewige Wahrheit unseres Glaubens werden.

Auf die Geschichte dieses goldenen Landes zu blicken, heißt, das Angesicht Gottes zu sehen.

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Original transcript (English)

In 1895, Pope Leo XIII penned an encyclical to the Catholic Church in the United States. "'All intelligent men are agreed,' he wrote, "'that America seems destined for greater things. "'Now it is our wish that the Catholic Church should not only share in, "'but help to bring about this perspective of greatness.'"

But as the Holy Father noted, the Church had already been here from the start. Four centuries prior, one Catholic explorer ventured out into the great unknown and returned home with the story, as he wrote in one letter, "'of a land more richly endowed than I know or am able to say.'" Few moments in history have carried more consequence.

Christopher Columbus renewed the West's confidence in itself and launched that great age of discovery, exploration, and expansion from which America was born. Some have claimed that the Catholic faith is a foreign import to our country. Only one of the 56 men who signed the Declaration of Independence was Catholic,

Charles Carroll of Maryland, for whom one of this conference's hosts is named. Just two Catholic names appear on our Constitution itself. But the Catholic faith has always been part of the American story. The first Christian service on our soil was a Catholic Mass. The oldest permanent settlement in the United States is the town of St. Augustine,

planted by Spanish Catholics on the coastal sands of my home state of Florida. Catholic saints were martyred on American soil well over a century before the Revolution began. In missions and settlements, wilderness forts, and trading posts stretching from the first colonies to the distant frontier, Catholic explorers, soldiers, priests, and pioneers consecrated this new world

to their ancient faith and Christianed its land with Catholic names. Maryland, St. Louis, San Francisco, Santa Fe, almost every region of what is now the United States was first explored and mapped by Catholics. This is no coincidence.

Christianity taught the West to think in continents and centuries rather than villages and seasons. The Church calls us, as Christ told St. Peter to Duke of Ultham, to put out into the deep. Catholics across time have answered the call.

From the forests of pagan Europe to the wilderness of North America to bring new worlds to Christ. This is the inheritance which has shaped our pioneer nation. The spirit of expansion and discovery which would conquer continents, unlock the mysteries of the universe,

and eventually transcend the limits of Earth itself. It is the same spirit that led 56 Americans to pledge their lives, fortunes, and sacred honor to each other in the cause of independence two and a half centuries ago. Catholics in the colonies flocked to join them,

enlisting to fight for the patriots at a rate far exceeding their share of the population. In 1790, George Washington wrote to the Roman Catholics of America to thank them personally for the patriotic part which you took in the accomplishments of the revolution.

It is popular today to claim the founding was merely a brainchild of the Enlightenment, but the revolution was not a radical rupture with the past. It was a renewal of an older inheritance, fitted to the unique experience of a free Christian people in the new world. That inheritance draws upon the ancient liberties of the English Constitution and common law,

but it roots these traditions upon a fixed and unchanging moral order governed by the laws of nature and nature's God. This fundamental truth endows man with not just rights, but with duties. It conceives of freedom and virtue as inseparably linked. We see this in the structure of our political order itself,

built not to sanction license, but to restrain passion, check ambition with ambition, and secure the common good. It is true, of course, that most of the men who wrote our founding documents were not Catholics themselves, but the system that gave us belongs to the same civilizational tradition

that produced the towering cathedrals of Rome and the philosophy of Augustine and Aquinas. America was a gift where the church and the civilization it made was reborn, discovering itself anew in the wilderness. It is at once modern and ancient. The men who settled and founded our country were the architects of a great rebirth,

renewing the deferred dreams of the old world and the possibilities of a virgin continent. It has been 250 years since a new people declared themselves to the world. At the time, less than 2% were Catholic, but the nation they built would come to serve as one of the proudest and most enduring testaments to the eternal truth of our faith.

To look upon the history of this golden land is to see the face of God.

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