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Palestinian Communities Under Attack

Jeden Tag wachen wir auf und fragen uns, welches palästinensische Dorf als Nächstes angegriffen wird.

Wir sind erschöpft, verängstigt, wir leben in Angst und Schrecken.

Das geht weit über das hinaus, was man ertragen kann.

Und wir sprechen hier nicht von Einzelfällen.

Dies ist zu einer täglichen, unerbittlichen Realität geworden.

Kaum ein Tag vergeht ohne einen oder mehrere Angriffe

bewaffneter Siedler auf palästinensische Gemeinden.

Wir sprechen von Familien in ihren Dörfern und Städten,

die einfach nur versuchen zu leben,

Landwirtschaft zu betreiben, ihre Kinder auf ihrem Land und dem ihrer Vorfahren aufzuziehen.

Siedler greifen an, brennen Häuser, Autos, Höfe nieder,

sie entwurzeln Bäume, sie stehlen Schafe.

Sie terrorisieren und töten.

Gestern wurden vier weitere Palästinenser im Dorf Tel auf ihrem Land getötet.

Und wie ich schon sagte,

leben wir jetzt in einem ständigen Zustand von Angst und Schrecken.

Hier ist, was viele Menschen eigentlich nicht verstehen.

Palästinenser können sich nicht selbst verteidigen.

Tatsächlich riskieren wir, erschossen zu werden, wenn wir es versuchen.

Das haben wir gestern wieder gesehen.

Bewaffnete Siedler kamen in Tel, dem Dorf, an, zusammen mit den Soldaten.

Sie kamen mit Waffen, mit Schutz und natürlich mit völliger Straffreiheit.

Palästinenser werden nicht nur nicht geschützt,

sondern wenn sie sich verteidigen, ist das Ergebnis Vergeltung und Rache.

Gestern

gingen bei diesen Angriffen auch israelische Leben verloren.

Und die Folgen waren schrecklich.

Dörfer im gesamten Westjordanland standen praktisch unter Belagerung.

Kontrollpunkte wurden geschlossen.

Straßen wurden blockiert.

Die Menschen konnten weder weggehen noch nach Hause zurückkehren.

Und das ist, wiederum, keine Ausnahme.

Tatsächlich erst vor wenigen Tagen, ein

Eine Palästinenserin starb, nachdem sie an einem Kontrollpunkt aufgehalten wurde, während sie versuchte, ein Krankenhaus zu erreichen.

Zuvor starb ein Kind, weil es am Kontrollpunkt feststeckte.

Das ist, wieder einmal, die tägliche Realität.

Und wir fragen uns, wie viele Palästinenser noch getötet werden oder werden müssen?

Ich habe darüber nachgedacht, heute Statistiken darüber zu teilen, wie viele Palästinenser getötet wurden,

wie viele Kinder gestorben sind, wie viele Angriffe stattgefunden haben.

Aber eigentlich bin ich es leid, Zahlen zu wiederholen.

Wir sind keine Zahlen.

Wir sind keine Schlagzeilen.

Tatsächlich wollen wir keine Schlagzeilen sein.

Wir sprechen von Müttern,

Vätern,

Kindern, Großeltern,

mit Namen, mit Geschichten.

Wir sprechen von Familien, deren Leben für immer verändert wurden,

Zukünften, die geraubt wurden.

Also frage ich mich, wann genug genug ist?

Wie lange kann man von einem ganzen Volk erwarten, in Angst und Schrecken zu leben?

Wie lange können Gemeinschaften wehrlos bleiben, während die Gewalt fast ohne Rechenschaft weitergeht?

Natürlich, außer für diejenigen, die es wagen, ihr Land zu verteidigen,

ihre Häuser, ihre Familien, ihre Bäume – die Armee, die israelische Armee zieht sie schnell zur Rechenschaft.

Nun fragen wir uns: Was ist das Endziel von all dem?

Welche Zukunft stellt man sich vor?

Es fühlt sich an, als hätten wir alle menschlichen Lösungen ausgeschöpft, die Welt gibt Erklärungen ab,

aber die Gewalt geht weiter.

Palästinenser fühlen sich im Stich gelassen, ohne dass jemand bereit oder in der Lage wäre, uns zu schützen.

Deshalb möchte ich heute, dass wir beten.

Beten, nicht als Ersatz für Gerechtigkeit,

beten, weil wir glauben, dass Gott die Schreie der Unterdrückten hört.

Beten für den Schutz der Gemeinschaften.

Betet um Mut für diejenigen, die in Angst und Schrecken leben.

Betet also, dass sich Herzen ändern, dass die Mächtigen handeln und dass Gerechtigkeit siegt.

Seht ihr, als Palästinenser haben wir oft das Gefühl, dass niemand zwischen uns und der Gewalt steht,

aber wir weigern uns zu glauben, dass Gott uns verlassen hat.

Deshalb werden wir heute in unserer Trauer, unserer Angst und sogar in unserer Verzweiflung beten.

Jetzt müssen wir mehr tun als nur beten.

Es wurde schon so viel über die Illegalität von all dem gesagt.

Das Völkerrecht hat gesprochen.

Die Menschenrechte haben gesprochen.

Sogar Regierungen haben gesprochen.

Aber heute möchte ich über etwas noch Tieferes sprechen, nicht nur über die Illegalität von all dem, sondern über die Unmoral,

was bedeutet, dass wir als gläubige Menschen das Wort ergreifen müssen.

Freunde, hier geht es nicht um Einzelfälle.

Es ist Teil eines Systems, eines Systems, das seit vielen Jahren besteht,

mit dem erklärten Ziel, Palästinenser zu vertreiben und uns zu ersetzen.

Das Ziel ist klar.

Sie wollen uns aus unserem Land, aus unseren Dörfern, unseren Häusern, unserer Geschichte entwurzeln.

Wir fragen uns also: Wie kann das geschehen?

Wie konnte man das zulassen?

Die Antwort beginnt mit der Straffreiheit.

Man hat Israel gewähren lassen, als stünde es über dem Gesetz.

Aber ich denke, wir müssen tiefer gehen.

Was erhält diese Straffreiheit aufrecht?

Welche politischen Interessen?

Welche militärische Unterstützung? Welche finanzielle Unterstützung?

Wir haben gerade die Abstimmungen im Kongress gesehen.

Wir müssen fragen, welche Ideologie, welche Theologie genutzt wurde, um zu rechtfertigen und zu entschuldigen, was niemals gerechtfertigt werden sollte.

Als gläubige Menschen

können wir nicht schweigen.

Unser Glaube verlangt mehr von uns.

Ja, wir müssen beten,

aber das Gebet ist keine Flucht vor der Verantwortung.

Tatsächlich gibt uns das Gebet den Mut zu handeln.

Also beten wir, und dann handeln wir.

Lasst uns also beten,

inständig beten,

beharrlich beten, aber nicht beim Gebet stehen bleiben.

Wir fordern Sie auf, zu sprechen,

zu schreiben, zu mobilisieren.

Rufen Sie Ihre gewählten Vertreter an.

Fordern Sie Ihre Kirchen auf, lauter zu sprechen.

Drängen Sie Ihre Regierungen zum Handeln.

Weigern wir uns, wir müssen uns weigern, uns einfach an Ungerechtigkeit und Unterdrückung zu gewöhnen.

Wir müssen uns weigern, wegzusehen.

Und vielleicht, durch Gottes Gnade, wenn genug Menschen den Mut finden, ihre Stimme zu erheben,

können wir helfen, diesem Elend und Terror ein Ende zu setzen.

Wir sind es jeder Familie schuldig, die heute in Angst lebt.

Wir sind es auch unserem Glauben schuldig,

unserer Überzeugung, dass die Gerechtigkeit siegen muss.

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Original transcript (English)

Every day, we wake up wondering which Palestinian village will be attacked next. We are exhausted, afraid, we live in fear and terror. This has gone way beyond what one can endure. And we're not talking about isolated incidents. This has become a daily, relentless reality.

Hardly a day passes without one or more attacks by armed settlers on Palestinian communities. We're talking about families in their villages and towns, simply trying to live, to farm, to raise their children in their land and the land of their ancestors.

Settlers attack, burn homes, cars, farms, they uproot trees, they steal sheep. They terrorize and kill. Yesterday, four more Palestinians were killed in the village of Tel, in their land. And as I said,

now we live in a constant state of fear and terror. Here is what many people actually don't understand. Palestinians can't defend themselves. In fact, if we try, we risk being shot. We saw this again yesterday.

Armed settlers arrived at Tel, the village, alongside with the soldiers. They came with weapons, with protection, and of course, with total impunity. Palestinians are not only not protected, but when they defend themselves, the result is retaliation and revenge. Yesterday,

Israeli lives were also lost in these attacks. And the aftermath was terrible. Villages across the West Bank were effectively under siege. Checkpoints were closed. Roads were blocked.

People could not leave or return home. And this is not, again, an exception. In fact, just a few days ago, a Palestinian woman died after being delayed at a checkpoint while trying to reach a hospital. Prior to that, a child died as a result of being stuck at the checkpoint.

This is, again, daily reality. And we ask, how many more Palestinians continue to be or have to be killed? I thought about sharing statistics today about how many Palestinians have been killed, how many children have died, how many attacks have taken place. But really, I'm tired of repeating numbers.

We're not numbers. We're not headlines. In fact, we don't want to be the headlines. We're talking about mothers, fathers,

children, grandparents, with names, with stories. We're talking about families whose lives are forever changed, futures that are cut. So I ask myself, when will enough be enough?

How long can an entire people be expected to live in fear and terror? For how long can communities remain defendless while violence continues with so little accountability? Of course, except for those who dare to defend their land, their homes, their families, their trees, the army, the Israeli army, is quick to hold them accountable. Now we ask, what's the end goal of all of this?

What future is being imagined? It feels as though we have exhausted all human solutions, the world issue statements, but the violence continues. Palestinians feel abandoned with no one willing or able to protect us. So today I want us to pray.

Pray not as a substitute for justice, but pray because we believe God hears the cries of the oppressed. Pray for protection over the communities. Pray for courage for those who live in fear and terror. So pray that hearts will change, that those with power will act, and that justice will prevail.

See, as Palestinians, we often feel no one standing between us and the violence, but we refuse to believe that God has abandoned us. So today, in our grief, in our fear, and even in our desperation, we will pray. Now we need to do more than prayer. So much has been said about the illegality of all of this.

International law has spoken. Human rights have spoken. Even governments have spoken. But today I want to speak about something even deeper, not just the illegality of all of this, but the immorality of it, which means we as people of faith have to speak.

Friends, this is not about isolated incidents. It's a part of a system, an ongoing system for many years, with the stated goal to displace Palestinians and replace us. The goal is clear. They want to uproot us from our land, from our villages, from our homes, from our history.

So we ask, how is this happening? How has this been allowed to happen? The answer begins with impunity. Israel has been allowed to act as though it is above the law. But I think we must go deeper.

What sustains that impunity? What political interests? What military support? What financial backing? We've just seen the votes in the Congress. We must ask what ideology, what theology has been used to justify and excuse what should never be justified.

As people of faith, we cannot remain silent. Our faith demands more of us. Yes, we need to pray, but prayer is not an escape from responsibility.

In fact, prayer is what gives us the courage to act. So we pray and then we act. So let's pray, pray earnestly, pray persistently, but don't stop at prayer.

We urge you to speak, to write, to mobilize. Call your elected representatives. Challenge your churches to speak louder. Urge your governments to act.

Refuse, we need to refuse to become just accustomed to injustice and oppression. We need to refuse to look away. And perhaps by God's grace, if enough people find the courage to raise their voices, we can help bring an end to this misery and terror. We owe it to every family living in fear today.

We also owe it to our faith, to our convictions that justice must prevail.

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