Transcript · English → German

Debate on Hitler's Political Alignment

Ich sage es seit Monaten: Hitler stand weit links, und

jedes Mal bekomme ich dieselben Reaktionen, Geschrei: „Revisionist,

Unwissender, lies ein Buch.“ Gut. Heute mache ich

die vollständige Version. Ich werde erklären, warum Hitlers Politik

war

kollektivistisch, warum die Linke ihn unbedingt

rechts einordnen muss

und warum die Leute, die Geschichte schreiben, keine neutralen Schiedsrichter sind.

Ich ende mit dem einzigen echten politischen Kampf. Macht es euch bequem.

Das ist eine Meisterklasse. Beginnen wir mit den Fakten, nicht mit den

Etiketten. Hitlers Partei hieß NSDAP,

die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter- partei.

Ihr Programm von 1920 forderte die Verstaatlichung von Trusts,

Gewinnbeteiligung in Großunternehmen, die Abschaffung leistungsloser Einkommen

und die Enteignung von Land. Sie fasst ihre Philosophie in einem

Formel: Gemeinwohl vor dem individuellen

Wohl,

Gemeinnutz vor Eigennutz. Jeder Kollektivist auf dem Planeten

würde diesen Satz mit beiden Händen unterschreiben.

„Bloßes Wahlkampfmarketing“, wirst du sagen.

Schauen wir uns also an, was sie taten, als sie an der Macht waren.

Im Mai 1933 werden die Gewerkschaften aufgelöst.

Sie werden durch die Deutsche Arbeitsfront ersetzt, die Unternehmer und Arbeiter

der Autorität der Partei unterstellt. Im Juli 1933

ermächtigt sich der Staat, Zwangskartelle zu verhängen.

Die Löhne werden von Bürokraten festgesetzt. 1936

erhält Göring einen Vierjahresplan mit Autarkie als Ziel.

Im November 1936 friert ein Erlass alle Preise ein, und ein

Reichskommissar wird mit ihrer Festsetzung beauftragt.

Hinzu kommt die Kontrolle über Währung, Kredit, Investitionen und Roh-

stoffe. Der Unternehmer behält seinen Eigentumstitel,

aber er entscheidet

nicht mehr über irgendetwas. Er entscheidet nicht, was er produziert,

zu welchem Preis,

an wen er verkauft, oder wie viel er seinen Arbeitern zahlt.

Privateigentum, dem alle Eigentumsrechte entzogen wurden, ist eine Kulisse.

Ludwig von Mises, ein österreichischer Ökonom jüdischer Herkunft, der

aus Europa

wegen des Nationalsozialismus fliehen musste, hatte einen Namen für dieses System:

Sozialismus nach deutschem Muster. Die Sowjets verstaatlichten die

Fabriken. Die Nazis verstaatlichten die Entscheidungen.

Das Ergebnis ist dasselbe: ein Zentrum, das im Namen einer Gruppe über alle

entscheidet. Diese Gruppe ist bei Stalin die Klasse und bei

Hitler die Rasse. Gleiche Maschine, anderer Treibstoff.

Nun die eigentliche Frage: Wenn all das dokumentiert ist, warum hat man euch

das Gegenteil gelehrt? Weil die Linke Hitler auf der

Rechten braucht.

Er ist ihr wertvollstes Kapital. Ohne ihn geht sie unter.

Erinnern Sie sich an die Situation 1945. Der Kommunismus hat ein großes

Problem. Im Jahr 1939 unterzeichnete Stalin einen Pakt mit Hitler,

und sie teilten Polen unter sich auf. Dann lieferte die UdSSR Öl und

Getreide ans Reich, bis Hitler sie im Juni 1941 überfiel.

Wie löscht man das aus? Indem man seine Unschuld durch

Antifaschismus zurückkauft. In Frankreich nennt sich die Kommunistische Partei

die Partei der 75.000 Hingerichteten, eine Zahl,

die Historiker seither weitgehend nach unten korrigiert haben.

Der Antifaschismus wird zum moralischen Zertifikat der gesamten Linken,

doch damit dieses Zertifikat funktioniert, braucht man eine Regel: Der Faschismus steht

rechts, Punkt. Von da an läuft die Maschine von selbst.

Hitler ist rechtsextrem, also ist die extreme Rechte das absolut Böse, also ist die

Rechte verdächtig. Jeder, der Grenzen,

den freien Markt,

die Steuern senken, oder die Nation ist nur noch einen Schritt von

Faschismus entfernt.

Der Philosoph Leo Strauss, ein deutscher Jude, der Deutschland verlassen hatte,

gab diesem

Reflex Anfang der Fünfziger einen Namen: die reductio ad Hitlerum.

Man muss nicht mehr argumentieren, man stellt einfach eine Verbindung her.

Deshalb ist Milei rechtsaußen. Deshalb nennen die Leute Elon Musk einen

Nazi. Deshalb hören sie in Frankreich nie auf, dazu aufzurufen, die Rechtsextremen zu blockieren.

Stellt Hitler nun wieder dorthin, wo er hingehört, neben Stalin.

Alles bricht zusammen. Die Linke verliert ihr Monopol

auf Tugend. Sie kann sich nicht länger als die

Seite darstellen, die gegen die

Bestie kämpft, denn die Bestie sieht aus wie sie.

Sie müsste sich endlich für ihre eigene Bilanz verantworten: Stalin, Mao,

Pol Pot, Castro. Beachtet übrigens die Asymmetrie.

Das Wort Nazi wird täglich als politische Beleidigung benutzt, aber niemand

wird als Stalinist bezeichnet, weil er Preisregulierungen vorschlägt.

Deshalb löst dieses Thema so viel Wut aus.

Es ist keine Debatte unter Historikern. Es ist eine Debatte darüber, wer sprechen darf.

Apropos, reden wir über die Historiker.

Unter jedem Beitrag lese ich dasselbe Argument dreihundert

Mal:

Historiker sagen, Hitler sei rechtsextrem gewesen.

Okay, sehen wir uns an, wer die Historiker sind.

Im Jahr 2016 überprüften drei Forscher die Wähler-

registrierung von mehr als

siebentausend Professoren an vierzig führenden amerikanischen Universitäten.

In der Geschichtswissenschaft fanden sie 33,5 Demokraten auf jeden

Republikaner. Eine Studie von 1968 kam auf zwei Komma sieben zu

eins. Unter Professoren unter 36 Jahren ist die Kluft doppelt so

groß wie bei den über 65-Jährigen.

Die nächste Generation ist noch einheitlicher als die alte.

In Frankreich ergab eine Umfrage unter etwa zweitausend Akademikern

und

Forschern, dass dreiundsiebzig Prozent sich selbst als

links bezeichnen,

doppelt so viele wie in der französischen Bevölkerung. Das ist kein Zufall.

Es ist eine Traditionslinie. 1935 auf dem Kongress der Kommunistischen Internationale

in Moskau legt Dimitrow die offizielle Definition des

Faschismus fest: die terroristische Diktatur des Finanz-

kapitals.

Per Dekret wird Faschismus zur letzten Stufe des

Kapitalismus und

damit zur Rechten. Hitlers Einordnung

ist keine wissenschaftliche

Entdeckung. Es ist eine Parteilinie. Nach dem Krieg macht in Frankreich

eine ganze Generation später bedeutender Historiker Station in der Kommunistischen

Partei: François Furet, Emmanuel Le Roy Ladurie, Maurice

Agulhon, Annie Kriegel. Raymond Aron wird als Paria behandelt,

und Sartre schreibt, dass ein Antikommunist ein Hund ist.

Hannah Arendt stellt Hitler und Stalin bereits 1951 im selben Buch dar,

aber sie wird in Frankreich erst Anfang der

70er Jahre übersetzt.

1997 wagt Das Schwarzbuch des Kommunismus,

ihn mit dem Nationalsozialismus zu vergleichen, und einige seiner eigenen Autoren

distanzieren sich öffentlich vom Vorwort. Das Tabu ist

so stark, dass selbst jene, die die Verbrechen des Kommunismus dokumentieren, nicht den Mut haben, daraus die Schlussfolgerung zu ziehen.

Ich sage nicht, dass jeder Historiker ein Aktivist ist.

Ich sage, dass ein Berufsstand, der mit 33 zu 1 für dieselbe Seite stimmt,

kein neutraler Schiedsrichter bei der Frage ist: Wo ordnen wir

Hitler ein? Besonders wenn die Antwort seiner Seite nützt.

Wenn die Jury mit 33 zu 1 stimmt, ist das kein wissenschaftlicher

Konsens mehr, sondern ein Klub. Damit bleibt das Wesentliche.

Werfen Sie die Sitzordnung von 1789 über Bord und nehmen Sie die einzige Achse, die

Entscheidend ist: Wer entscheidet? Entweder du, du besitzt,

du handelst, du schließt Verträge, du innovierst, du lebst mit deinen

Entscheidungen. Das ist Freiheit. Dass ist der freie Markt.

Oder ein Zentrum entscheidet für dich im Namen einer Gruppe: die Klasse,

die Rasse, das Volk, der Planet. Dass ist Kollektivismus.

Die Gruppe ändert sich, der Mechanismus nie.

Auf dieser Achse stehen Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot und

Castro auf derselben Seite. Sie alle gaben dieselbe Antwort:

Das Individuum ist nichts, das Kollektiv ist alles.

Sie alle endeten mit Knappheit, einer politischen Polizei, Lagern und

fliehenden Menschen. Die Geschichte führte sogar für uns das Experiment im

großen Maßstab durch. 1948 lebt Westdeutschland noch unter Preisbindungen,

die es vom NS-Regime geerbt hat, die von den Alliierten beibehalten wurden:

leere Regale, Schwarzmarkt, Zigaretten als

Währung. Im Juni 1948 schafft Ludwig Erhard

die meisten dieser Kontrollen mit einem Schlag ab.

Innerhalb weniger Tage füllen sich die Schaufenster.

Es ist der Beginn des deutschen Wirtschafts- wunders.

Im Osten dieselben Menschen, dieselbe Sprache, dieselben Ruinen.

Doch dort wird ein Kollektivismus durch einen anderen ersetzt: zentrale

Planung, feste Preise, Staatseigentum.

1961 müssen sie eine Mauer bauen, um die

Bevölkerung am

Verlassen des Landes zu hindern. Ihr offizieller Name: der Antifaschistische

Schutzwall. In der Sprache des Kollektivismus ist der Faschist

immer derjenige, der frei sein will.

Dasselbe Experiment in Korea: ein Volk, eine Grenze, zwei

Systeme. Auf der einen Seite Samsung, auf der anderen Hungersnot.

Das ist die wahre Trennlinie. Nicht links gegen rechts, sondern Freiheit

gegen Kontrolle. Freier Markt gegen Kollektivismus.

Das souveräne Individuum gegenüber dem Staat, der im Namen eines

Kollektivs entscheidet. Also ja, ich sage es noch einmal und werde es jeden zweiten

Tag weiter sagen: Hitler war extrem links. Er war ein Kollektivist,

und sein Platz ist neben Stalin, nicht neben denen, die weniger Staat wollen.

Die Linke weiß das, und deshalb schreit sie.

Wenn diese Einordnung fällt, verliert sie ihre wertvollste Waffe:

das Recht, jeden, der frei sein will, einen Nazi zu nennen.

Die einzige politische Frage, die zählt, lautet: Wer bestimmt über dein Leben,

du oder der Staat im Namen einer Gruppe?

QED.

End of transcript · 1,395 words · machine translated

Original transcript (English)

I've been saying it for months: Hitler was far left, and every time I get the same reactions, screaming, "Revisionist, ignorant, go read a book." Fine. Today, I'm doing the full version. I'm going to explain why Hitler's politics were

collectivist, why the left desperately needs to keep him on the right, and why the people who write history are not neutral referees. I'll finish with the only real political fight. Get comfortable. This is a masterclass. Let's start with the facts, not the

labels. Hitler's party was called the NSDAP, the National Socialist German Workers' Party. Its 1920 program demands the nationalization of trusts, profit-sharing in big business, the abolition of unearned income, and the expropriation of land. It sums up its philosophy in one

formula: the common good before the individual good, Gemeinnutz vor Eigennutz. Any collectivist on the planet would sign that sentence with both hands. "Just electoral marketing," you'll say.

So let's look at what they did once in power. In May 1933, the trade unions are dissolved. They are replaced by the German Labor Front, which puts bosses and workers under the authority of the party. In July 1933, the state grants itself the right to impose compulsory cartels.

Wages are set by bureaucrats. In 1936, Göring is handed a four-year plan with self-sufficiency as its goal. In November 1936, a decree freezes all prices, and a Reich commissioner is put in charge of setting them. Add to that control over currency, credit, investment, and raw

materials. The boss keeps his property title, but he no longer decides anything. He doesn't choose what to produce, at what price, who to sell to, or how much to pay his workers.

Private property stripped of every right of property is a stage set. Ludwig von Mises, an Austrian economist of Jewish origin who had to flee Europe because of Nazism, had a name for this system: socialism of the German pattern. The Soviets nationalized the

factories. The Nazis nationalized the decisions. The result is the same: a center that decides for everyone in the name of a group. That group is class for Stalin and race for Hitler. Same machine, different fuel. Now, the real question: if all of this is documented, why were you

taught the opposite? Because the left needs Hitler on the right. He's its most precious asset. Without him, it sinks. Remember the situation in 1945. Communism has a big problem. In 1939, Stalin signed a pact with Hitler,

and they carved up Poland. Then the USSR shipped oil and grain to the Reich until Hitler invaded it in June 1941. How do you erase that? By buying back its innocence through anti-fascism. In France, the Communist Party calls itself the party of the seventy-five thousand executed, a number

historians have since largely deflated. Anti-fascism becomes the moral certificate of the entire left, but for that certificate to work, you need one rule: fascism is on the right, period. From there, the machine runs on its own. Hitler is far right, so the far right is absolute evil, so the

right is suspect. Anyone who defends borders, the free market, lower taxes, or the nation becomes one step away from fascism. The philosopher Leo Strauss, a German Jew who had left Germany,

gave this reflex a name in the early '50s: the reductio ad Hitlerum. No need to argue anymore; you just associate. That's why Milei is far right. That's why people call Elon Musk a Nazi. That's why in France, they never stop calling to block the

far right. Now, put Hitler back where he belongs, next to Stalin. Everything collapses. The left loses its monopoly on virtue. It can no longer present itself as the side fighting the beast because the beast looks like it.

It would finally have to answer for its own record: Stalin, Mao, Pol Pot, Castro. Notice the asymmetry, by the way. The word Nazi is used every day as a political insult, but nobody gets called a Stalinist for proposing price controls. That's why this topic triggers so much rage.

It's not a debate among historians. It's a debate about who gets to speak. Speaking of which, let's talk about the historians. Under every post, I read the same argument three hundred times: historians say Hitler was far right.

Okay, let's look at who the historians are. In 2016, three researchers checked the voter registration of more than seven thousand professors at forty leading American universities. In history, they found 33.5 Democrats for every

Republican. A 1968 study found two point seven to one. Among professors under thirty-six, the gap is twice as wide as among those over sixty-five. The next generation is even more uniform than the old one. In France, a survey of about two thousand academics

and researchers found that seventy-three percent call themselves left wing, twice the share of the French population. It's not an accident. It's a lineage. In 1935, at the Communist International

Congress in Moscow, Dimitrov sets the official definition of fascism: the terrorist dictatorship of finance capital. By decree, fascism becomes the final stage of capitalism and

therefore the right. Hitler's classification is not a scientific discovery. It's a party line. After the war, in France, a whole generation of future great historians passes through the Communist Party: François Furet, Emmanuel Le Roy Ladurie, Maurice

Agulhon, Annie Kriegel. Raymond Aron is treated as a pariah, and Sartre writes that an anti-communist is a dog. Hannah Arendt puts Hitler and Stalin in the same book as early as 1951, but she isn't translated in France until the early

'70s. In 1997, The Black Book of Communism dares to compare it with Nazism, and some of its own authors publicly disown the preface. The taboo is so strong that even those who document the crimes of communism don't dare draw the conclusion. I'm not saying every historian is an activist.

I'm saying that a profession that votes thirty-three to one on the same side is not a neutral referee on the question: where do we put Hitler? Especially when the answer suits its side. When the jury votes thirty-three to one, it's no longer a scientific consensus, it's a club. Which leaves the essential.

Throw out the 1789 seating chart and take the only axis that matters: who decides? Either it's you, you own, you trade, you sign contracts, you innovate, you live with your choices. That's freedom. That's the free market. Or a center decides for you in the name of a group: the class,

the race, the people, the planet. That's collectivism. The group changes, the mechanism never does. On this axis, Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, and Castro are on the same side. They all gave the same answer: the individual is nothing, the collective is everything.

They all ended with shortages, a political police, camps, and people fleeing. History even ran the experiment for us at full scale. In 1948, West Germany is still living under price controls inherited from the Nazi regime, kept in place by the Allies: empty shelves, black market, cigarettes as

currency. In June 1948, Ludwig Erhard scraps most of those controls in one stroke. Within days, the shop windows fill up. It's the beginning of the German economic miracle. In the East, same people, same language, same ruins.

But there, one collectivism is replaced by another: central planning, fixed prices, state ownership. In 1961, they have to build a wall to stop the population from leaving. Its official name: the Anti-Fascist Protection

Rampart. In the language of collectivism, the fascist is always the one who wants to be free. Same experiment in Korea: one people, one border, two systems. On one side, Samsung, on the other, famine. That's the real divide. Not left versus right, but freedom

versus control. The free market versus collectivism. The sovereign individual versus the state that decides in the name of a group. So yes, I'll say it again, and I'll keep saying it every other day: Hitler was far left. He was a collectivist, and his place is next to Stalin, not next to those who want less state.

The left knows it, and that's why it screams. The day this seating chart falls, it loses its most precious weapon: the right to call anyone who wants to be free a Nazi. The only political question that matters is: who decides your life, you or the state in the name of a group?

QED.

iPhone app Translate videos on your iPhone Paste a TikTok, Instagram or X link, add subtitles in your language and save the video to Photos.

Read any video in your language

Paste a link from X, TikTok, YouTube or Instagram. You get a page like this one.