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Investigation of Zero-Click Phone Hacks
Ihr Handy kann gehackt werden, ohne dass Sie überhaupt auf etwas klicken.
Sie müssen nur an einer Anzeige in Ihrer Timeline vorbeiscrollen, und das reicht.
Spionagesoftware nistet sich auf Ihrem Handy ein, zeichnet Ihren Bildschirm auf, Ihre
Passwörter und überträgt Ihre privaten Daten an einen Hacker
kilometerweit entfernt.
Woher weiß ich das? Weil es uns passiert ist.
Im vergangenen Jahr hat Al Jazeera mit Citizen
Lab zusammengearbeitet, um zu untersuchen,
wie zwei israelische Unternehmen mehr als 45 Geräte gehackt haben
genau hier. Zum ersten Mal wurde diese Art von Hack,
ein sogenannter
Zero-Click-Werbehack, aufgedeckt, und was das nicht nur für
Journalisten, sondern für uns alle bedeutet, ist ziemlich erschreckend.
2025 begann das Technikteam von Al Jazeera,
einige seltsame
Muster auf den Geräten einiger unserer Journalisten zu bemerken.
Was sie fanden, war Trojaner-Schadsoftware, Software, die in ihren Laptops versteckt war
die ihre Tastatureingaben aufzeichnete, Screenshots machte und sie an
externe Server schickte. Jemand versuchte herauszufinden, woran sie
arbeiteten.
Die Spionagesoftware wurde von dem israelischen Unternehmen Candiru entwickelt und funktioniert auf eine
Weise, die schwer zu entdecken ist. Sie sammelt Informationen aus bestimmten Anzeigen
die auf
normalen Websites erscheinen. Wenn Sie an der Anzeige vorbeiscrollen oder selbst
wenn die Anzeige
im Hintergrund lädt, reicht das aus.
Sie leitet Sie auf einen infizierten Server von Candiru um, der
die Schadsoftware auf Ihr Gerät herunterlädt und damit beginnt, Daten zu sammeln
und an
den Server zurückzusenden. Aber wie erscheinen diese geheimen Anzeigen?
Wie finden sie Sie?
Da kommt das zweite israelische Unternehmen, DiscoverTech, ins Spiel.
Da es als seriöse Werbefirma auftritt, konnte es
Werbeflächen auf zahlreichen Websites und Social-Media-Plattformen kaufen.
Tatsächlich verkauft es diese Anzeigen an Partner für kommerzielle Spyware,
die
Unternehmen, die diese Trojaner entwickeln.
Es nutzt die Zielgruppenansprache dieser Plattformen, um potenzielle
Opfer nach Standort zu ermitteln. Es kann Anzeigen sogar auf einzelne IP-
Adressen ausrichten. So konnten die Hacker Al-Jazeera-Mitarbeiter finden und
diese verschlüsselten Anzeigen direkt an sie senden.
Und wieder musste niemand auf eine der Anzeigen klicken.
Sie mussten sie nur laden. Doch DiscoverTech konnte eine
Sicherheitslücke in Google Chrome ausnutzen. Google arbeitete bei dieser
Untersuchung mit und entfernte im Oktober DiscoverTech von seiner Plattform.
und seinen Zugang abschneiden. 2020 zeigte eine durchgesickerte Verkaufspräsentation von
Candiru, dass das Unternehmen 16 Millionen Euro verlangte, um
zehn Personen gleichzeitig aktiv über eine Plattform namens Sherlock zu hacken.
Nach diesen Enthüllungen setzte das US-Handelsministerium
Candiru
auf die schwarze Liste und erklärte, es habe Spyware an ausländische Regierungen verkauft, die die Ausrüstung nutzten, um
Regierungsbeamte, Journalisten und andere ins Visier zu nehmen.
Doch 2025 wurde Candiru von einer US-Investmentfirma
namens Integrity Partners Limited übernommen, und seine Vermögenswerte wurden auf eine neue
Einheit übertragen, die nicht unter Sanktionen steht. Al Jazeera arbeitete eng mit Citizen Lab
zusammen,
um diese wichtige Geschichte ans Licht zu bringen, und verurteilte die gezielte Überwachung seiner
Mitarbeiter.
In einer veröffentlichten Erklärung heißt es schlicht:
„Die gezielte Überwachung von Journalisten ist eine
Angriff auf die Pressefreiheit und auf das Recht der Öffentlichkeit auf Information.
Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Wenn Sie vor den
Werbeanzeigen auf
Ihrem Handy, die Sie sonst ohnehin ignorieren,
nicht sicher sind, bedeutet das, dass der Schutz
Ihrer selbst und Ihrer persönlichen Daten nun viel schwieriger geworden ist.
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Original transcript (English)
Your phone can be hacked without you clicking on anything at all. You just have to scroll past an ad on your timeline, and it's enough. Spyware attaches itself to your phone, records your screen, your passwords, uploads your private data to a hacker miles away.
How do I know this? Because it happened to us. For the last year, Al Jazeera has been working with Citizen Lab to investigate how two Israeli companies hacked into more than 45 devices right here. It's the first time this kind of hack,
a so-called zero-click ad hack, has been revealed, and what it means for not just journalists, but all of us, is pretty chilling. In 2025, Al Jazeera's technology team began to notice some strange
patterns on some of our journalists' devices. What they found was Trojan malware, software hiding inside their laptops that was recording their keystrokes, taking screenshots, and sending them to external servers. Someone was trying to find out what they were working on.
The spyware was developed by the Israeli company Candiru, and it works in a way that's hard to detect. It collects information from specific ads that appear on normal websites. If you scroll past the ad, or even if the ad loads
in the background, that's enough. It redirects you to an infected server belonging to Candiru, which downloads the malware onto your device and begins collecting data and sending it back to the server. But how do these secret ads appear?
How do they find you? That's where the second Israeli company, DiscoverTech, comes in. Because it presents as a legitimate advertising firm, it's been able to buy up ad space on a number of websites and social media platforms. What it's really doing is selling these ads to mercenary spyware
partners, the companies that develop these Trojan bugs. It uses audience targeting tools on these platforms to pinpoint potential victims by location. It can even target ads to individual IP addresses. This is how the hackers were able to find Al Jazeera staff and
run these encrypted ads directly to them. And again, no one had to click on any of the ads. All they had to do was load them. But DiscoverTech was able to exploit a vulnerability in Google Chrome. Google actually collaborated on this investigation, and in October, removed DiscoverTech from its platform
and cut off its access. In 2020, a leaked commercial presentation for Candiru showed the company was charging 16 million euros to actively hack 10 people at a time using a platform called Sherlock. Following these revelations, the US Commerce Department blacklisted Candiru,
saying it sold spyware to foreign governments that used the equipment to target government officials, journalists, and others. But in 2025, Candiru was acquired by a US investment firm called Integrity Partners Limited, and its assets were transferred to a new entity not under sanctions. Al Jazeera worked closely with Citizen Lab
to bring this important story to light and has condemned the targeting of its staff. In a statement released, it says simply this, "The targeting of journalists is an
attack on press freedom and on the public's right to know. Those responsible must be held accountable." If you're not safe from the ads on your phone, the ones you usually ignore anyway, that means that protecting
yourself and your personal data has now become much harder.