Transcript · English → German
Prime Minister Declares War on Germany
Dies ist London.
Sie hören jetzt eine Erklärung des Premierministers.
Ich spreche zu Ihnen
aus dem Kabinettszimmer
in der Downing Street 10.
Heute Morgen hat der britische Botschafter in Berlin
der deutschen Regierung eine letzte Note
übergeben, in der es hieß, falls wir bis
11 Uhr
nicht von ihr hörten, dass sie bereit sei, ihre Truppen unverzüglich aus
Polen
abzuziehen, zwischen uns Kriegszustand herrsche.
Ich muss Ihnen jetzt mitteilen,
dass keine solche Zusicherung eingegangen ist
und dass sich dieses Land folglich im
Krieg mit Deutschland befindet.
Sie können sich vorstellen,
was für ein bitterer Schlag es für mich ist,
dass mein langer Kampf um den Frieden gescheitert ist.
Doch ich kann nicht glauben, dass es etwas anderes gibt
oder etwas, das ich anders hätte tun können
und das erfolgreicher gewesen wäre.
Bis zuletzt,
Es wäre durchaus möglich gewesen, eine friedliche und ehrenvolle Einigung
zwischen Deutschland und Polen zu erzielen.
Aber Hitler wollte das nicht.
Er hatte sich offenbar entschlossen, Polen anzugreifen,
was auch immer geschehen würde.
Und obwohl er jetzt sagt, er habe vernünftige
Vorschläge gemacht, die von den Polen abgelehnt wurden,
ist das keine wahre Aussage.
Die Vorschläge wurden weder den Polen noch uns gezeigt.
Und obwohl sie am Donnerstag im deutschen Rundfunk angekündigt
wurden,
wartete Hitler nicht darauf, Kommentare dazu zu hören, sondern befahl
seinen Truppen, am nächsten Morgen die polnische Grenze zu überschreiten.
Sein Handeln zeigt überzeugend,
dass dieser Mann niemals seine Praxis aufgeben wird,
Gewalt einzusetzen, um seinen Willen durchzusetzen.
Er kann nur durch Gewalt gestoppt werden.
Und wir und Frankreich eilen heute, in Erfüllung
unserer Verpflichtungen, Polen zu Hilfe, das
sich so tapfer diesem niederträchtigen und unprovozierten Angriff widersetzt
auf sein Volk.
Wir haben ein reines Gewissen.
Wir haben alles getan, was jedes Land hätte tun können, um
Frieden zu sichern.
Doch eine Situation, in der keinem Wort des deutschen
Machthabers vertraut werden konnte,
und kein Volk oder Land sich sicher fühlen konnte, war
unerträglich geworden.
Und nun, da wir entschlossen sind, dem ein Ende zu setzen,
weiß ich, dass Sie alle Ihren Teil mit Ruhe und
Mut erfüllen werden.
In einem Augenblick wie diesem
sind die Unterstützungszusagen, die wir aus dem Empire erhalten haben,
für uns eine Quelle tiefster Ermutigung.
Wenn ich zu Ende gesprochen habe,
werden im Namen der Regierung einige detaillierte Bekanntmachungen erfolgen.
Schenken Sie diesen Ihre volle Aufmerksamkeit.
Die Regierung hat Pläne gemacht,
die es ermöglichen werden, die Arbeit der Nation fortzuführen
in den Tagen von Not und Anspannung, die vielleicht vor uns liegen.
Doch diese Pläne brauchen Ihre Hilfe.
Vielleicht leisten Sie Ihren Beitrag bei den Streitkräften,
oder als Freiwilliger in einem Bereich des Zivilschutzes.
In diesem Fall melden Sie sich gemäß
den
Anweisungen, die Sie erhalten.
Vielleicht sind Sie in einer Arbeit tätig, die für die Kriegsführung wesentlich ist,
oder für die Erhaltung des Lebens des Volkes,
in Fabriken, im Transportwesen, in öffentlichen Versorgungs-
betrieben,
oder bei der Versorgung mit anderen lebensnotwendigen Gütern.
Dann ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie Ihre
Arbeit fortsetzen.
Nun möge Gott Sie alle segnen,
und möge Er das Recht verteidigen.
Denn wir werden gegen das Böse kämpfen,
gegen rohe Gewalt,
Bösgläubigkeit,
Ungerechtigkeit, Unterdrückung
und Verfolgung.
Und gegen sie bin ich sicher, dass das Recht
obsiegen wird.
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Original transcript (English)
This is London. You will now hear a statement by the Prime Minister. I am speaking to you from the Cabinet Room at 10 Downing Street.
This morning, the British ambassador in Berlin handed the German government a final note stating that unless we heard from them by 11 o'clock that they were prepared at once to withdraw their troops from
Poland, a state of war would exist between us. I have to tell you now that no such undertaking has been received, and that consequently this country is at
war with Germany. You can imagine what a bitter blow it is to me that all my long struggle to win peace has failed. Yet I cannot believe that there is anything more
or anything different that I could have done and that would have been more successful. Up to the very last, it would have been quite possible to have arranged a peaceful and honorable settlement between Germany and Poland.
But Hitler would not have it. He had evidently made up his mind to attack Poland whatever happened. And although he now says he put forward reasonable proposals which were rejected by the Poles,
that is not a true statement. The proposals were never shown to the Poles, nor to us. And though they were announced in the German broadcast on Thursday night, Hitler did not wait to hear comments on them, but ordered
his troops to cross the Polish frontier the next morning. His action shows convincingly that there is no chance of expecting that this man will ever give up his practice of using force to gain his will. He can only be stopped by force.
And we and France are today, in fulfillment of our obligations, going to the aid of Poland, who is so bravely resisting this wicked and unprovoked attack upon her people. We have a clear conscience.
We have done all that any country could do to establish peace. But a situation in which no word given by Germany's ruler could be trusted, and no people or country could feel itself safe, had
become intolerable. And now that we have resolved to finish it, I know that you will all play your part with calmness and courage. At such a moment as this,
the assurances of support which we have received from the Empire are a source of profound encouragement to us. When I have finished speaking, certain detailed announcements will be made on behalf of the government. Give these your close attention.
The government have made plans under which it will be possible to carry on the work of the nation in the days of stress and strain that may be ahead. But these plans need your help. You may be taking your part in the fighting services,
or as a volunteer in one of the branches of civil defense. If so, you will report for duty in accordance with the instructions you receive. You may be engaged in work essential to the prosecution of war,
or the maintenance of the life of the people, in factories, in transport, in public utility concerns, or in the supply of other necessaries of life. If so, it is of vital importance that you should carry on with your
jobs. Now, may God bless you all, and may He defend the right. For it is evil things that we shall be fighting against, brute force,
bad faith, injustice, oppression, and persecution. And against them I am certain that the right will prevail.