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Challenges for the Queer Community in Rural Germany
We see swastikas and graffiti everywhere. We see the looks directed at us,
Wir sehen die Blicke, die auf uns kommen,
when we wear anything that isn't just pants and a T- shirt.
It's getting more and more far- right, more and more right- wing. 14- year- old kids
attack you. Ultimately, it's misanthropy, because it's hatred
attack you. Ultimately, it's misanthropy, because it's hatred
A drag show at the CSD in Merseburg. Under police protection,
Unter Polizeischutz feiert sich die queere Community
im ländlichen Sachsen-Anhalt.
It's only the second CSD in the 36,000- resident town of Merseburg.
I'm taking to the streets in Merseburg today so that I can feel more accepted,
that it's normal that I'm queer,
that I have a girlfriend or don't conform to gender norms. The more queer people
Je mehr queere Menschen aus ländlichen Regionen wegziehen,
it becomes to maintain the already sparse services for those who stay.
Ole Wittkamp knows this problem only too well. The 29- year- old works
at the coordination office funded by the state of Saxony- Anhalt,
Koordinierungsstelle daran, auch im ländlichen Bereich
Unterstützung für LSBTI-Personen aufrechtzuerhalten.
is simply a sprawling state.
Most people don't live in the big cities, meaning Magdeburg, Halle, and Dessau,
but in rural areas.
There is little infrastructure there, few services, and that,
of course, also makes it more dangerous for people to be visible on the street.
It's about being there for each other. If this state, if this country,
Wenn dieser Staat, wenn dieses Land, wenn diese Regierung
as has already been the case for too long. Mika wants to fight. He is also worried.
Mika will kämpfen. Auch er macht sich Sorgen.
He has also already thought about moving away,
Aber bisher habe sein radikaler Optimismus immer die Oberhand behalten.
or when it gets harder and harder, as is the case now, then we draw closer together,
dann rücken wir näher zusammen und wir bleiben zusammen und wir kämpfen zusammen.
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Original transcript (German)
Wir sehen überall Hakenkreuze, Graffitis. Wir sehen die Blicke, die auf uns kommen, wenn wir irgendwas tragen, was nicht einfach nur Hose und T-Shirt ist. Es wird immer brauner, es wird immer rechter. 14-jährige Kinder greifen einen an.
Es ist Menschenfeindlichkeit schlussendlich, weil es ist Hass von Menschen gegen Menschen. Eine Drag-Show beim CSD in Merseburg. Unter Polizeischutz feiert sich die queere Community im ländlichen Sachsen-Anhalt. Es ist erst der zweite CSD in der 36.000-Einwohner-Stadt Merseburg.
Ich gehe heute auf die Straße in Merseburg, damit ich mich auch akzeptierter fühle, dass es normal ist, dass ich queer bin, dass ich eine Freundin habe oder auch nicht der Geschlechtsnorm entspreche. Je mehr queere Menschen aus ländlichen Regionen wegziehen, desto schwieriger wird es, die ohnehin spärlichen Angebote für diejenigen zu erhalten, die bleiben.
Ole Wittkamp kennt dieses Problem nur zu gut. Der 29-Jährige arbeitet in der vom Land Sachsen-Anhalt geförderten Koordinierungsstelle daran, auch im ländlichen Bereich Unterstützung für LSBTI-Personen aufrechtzuerhalten. Sachsen-Anhalt ist einfach ein Flächenland.
Die meisten Menschen wohnen nicht in den großen Städten, also sprich Magdeburg, Halle und Dessau, sondern im ländlichen Raum. Dort gibt es wenig Infrastruktur, wenig Angebote und das macht natürlich für die Leute auch gefährlicher, sich sichtbar zu zeigen auf der Straße. Es geht darum, dass wir füreinander da sind.
Wenn dieser Staat, wenn dieses Land, wenn diese Regierung an dieser Aufgabe versagen, wie es schon zu lang der Fall ist. Mika will kämpfen. Auch er macht sich Sorgen. Auch er hat schon übers Wegziehen nachgedacht, erzählt der 25-jährige Student aus Halle. Aber bisher habe sein radikaler Optimismus immer die Oberhand behalten.
Wenn es hart auf hart kommt oder wenn es immer härter wird, wie es ja jetzt der Fall ist, dann rücken wir näher zusammen und wir bleiben zusammen und wir kämpfen zusammen.