Debate on Climate Change Predictions

Uns erwischt eine große Flutwelle.

Die Klimakatastrophe steht kurz bevor, haben wir gelernt.

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen wird nicht müde, das zu

verbreiten. Nun gibt's aber Forscher, die da ganz anderer Meinung

sind. Aber sie werden nicht gehört, sondern

ausgegrenzt. Günter Ederer und Mike Lingenfelser über

die Gründe

dafür.

Kommt schon bald die Klimakatastrophe?

Machen Treibhausgase den Planeten kaputt?

Oder erleben wir eine Panikmache, von der die Panikmacher profitieren?

Er hat das Meinungsmonopol beim Klimawandel: der Weltklimarat der UN,

genannt IPCC. Und wenn sein Vorsitzender Pachauri

spricht,

schockt er mit der nahenden Apokalypse.

Die angeblich weltbesten Forscher sollen eigentlich den neuesten wissenschaftlichen

Stand des Klimawandels zusammentragen.

Doch immer wieder müssen die handverlesenen Autoren ihre eigenen

Schreckensszenarien relativieren.

1990 prognostizierte der Weltklimarat IPCC

noch einen Anstieg des Meeresspiegels von über sechzig Zentimetern.

Bereits ein paar Jahre später waren es noch um die fünfzig Zentimeter und heute

spricht der Klimarat von nur noch über dreißig Zentimetern.

"Nein zur Apokalypse", sagt der Däne Björn Lomborg in seinem

Buch.

Der Ex-Greenpeace-Aktivist und Professor für Statistik musste

feststellen: Je länger er forschte, umso weniger blieb von dem

Katastrophenszenario übrig.

Wir waren alle überrascht. Das hat uns richtig zu schaffen gemacht,

auch

emotional.

Ich selbst war ein überzeugter Anhänger der Linken, ein Bedenkenträger mit Angst

vor der düsteren Zukunft.

Aber wenn die objektiven Daten das Gegenteil beweisen,

dann müssen wir uns danach

richten.

Lomborg wurde zu den einhundert wichtigsten Persönlichkeiten des Time

Magazine

gezählt. Doch die UNO-Weltklimaorganisation

übersieht ihn.

Das hat mich eigentlich nicht überrascht.

Schließlich hat mich der IPCC-Chef Pachauri in einem Interview mit Hitler

verglichen. Er sagte: "So kann man nicht denken.

Das ist wie Hitler."

Auch Professor Richard Tol sieht sich vom Weltklimarat ausgegrenzt.

Dabei war er offizieller Autor des IPCC, bis er über das

Katastrophenszenario Bedenken äußerte.

Tol hat viel mehr wissenschaftliche Publikationen vorzuweisen und wird in

der Fachwelt viel öfter zitiert als einige Kollegen, die heute in der

IPCC den Ton angeben.

Wir treffen ihn in Irland, wo er unabhängig forschen kann.

IPCC ist im Moment ziemlich grün geprägt

und ist durch die Jahre grüner gewachsen.

Mm, Leute, wir, wir, wie ich mit, mit einer Meinung, wissenschaftlicher

Meinung, wie, wie ich habe, werden rausgelassen.

Warum?

Weil wir dieselbe Literatur anders zusammenfassen würden und

mehr betonen, dass Klimapolitik auch ein Problem ist.

Und dass, wenn wir das zu schnell zu viel machen,

dass das dann

ganz teuer wird.

Und das ist die eigentliche Katastrophe für die Welt: Der drohende

wirtschaftliche Schaden durch völlig übertriebenen

Klimaaktivismus. So behauptet der Weltklimarat in seinem

jüngsten Bericht, dass sich die Erderwärmung auf zwei Grad

beschränken

lässt, aber nur, wenn sofort gehandelt wird, also ab sofort

noch mehr Geld und Macht in die Klimapolitik fließt.

Dann, so suggeriert der IPCC-Bericht, wären die Klimakosten

bezahlbar.

Doch gut versteckt in der Fußnote zweiundzwanzig liest sich das anders.

Demnach ist die Anzahl der Studien als Beleg dafür, diese schnelle Wende in

der Klimapolitik zu erzielen und damit die Kosten niedrig zu halten,

gering. Besonders hinterlistig findet Richard Tol,

diese

entscheidende Information wird einfach weggelassen.

Was die IPCC nicht dabei sagt, ist, dass

andere Modellen und andere Szenarien, ist es

überhaupt unmöglich, um dieses Ziel zu erreichen.

Also die wirklichen Kosten oder das wirkliche wissenschaftliche

Abschätzung der Kosten ist viel, viel höher, als dieses

Zusammenfa-- Zu-Zusammenfassung sagt.

In Genf konfrontieren wir den zuständigen Co-Vorsitzenden der

IPCC, Bert Metz. Ein Mann mit viel politischer Erfahrung,

unter

anderem aus dem ländischen Umweltministerium.

Den Vorwurf, dass der Bericht einen Teil der Wahrheit

auslässt, streitet er

einfach ab.

Wir können nur die vorhandenen Veröffentlichungen beurteilen und haben

dabei die Stabilisierung des Klimas auf niedrigem Niveau

analysiert

und alle Einwände und Thesen berücksichtigt.

Ich denke, wir haben getan, was wir können.

Ist das genug?

Ist der Weltklimarat in seinen Prinzipien wirklich so neutral, wie er sich

darstellt?

Der ehemalige Herausgeber von New Science, Nigel Calder, in London,

hat die Entstehung des UN-Klimarates IPCC von Anfang an

journalistisch begleitet. Und Calder macht darauf aufmerksam,

dass der

Weltklimarat eine politische und keine wissenschaftliche

Organisation sei.

Es ist ein regierungsübergreifender Arbeitskreis mit

Bürokraten

und einer klaren politischen Absicht.

Einige

der Bürokraten sind Wissenschaftler und sie greifen auf die allgemeinen

Forschungserkenntnisse zurück.

Aber sie wählen aus, wen sie heranziehen wollen und stellen

dabei

sicher, dass die meisten von ihnen dasselbe Lied

singen.

Er darf auch nicht mitsingen im Chor des Klimarates: Henrik

Svensmark vom Nationalen Weltraumforschungsinstitut in Kopenhagen.

Er vertritt die These, dass die Sonnenaktivität und ihr Einfluss

auf die

Wolken schuld am Klimawandel sind und nicht der Mensch.

Seine Studie wurde immerhin von der britischen Königlichen

Wissenschaftsakademie

veröffentlicht.

Die IPCC sollte

die Rolle der Sonne in ihren Berichten berücksichtigen und damit

die Grundlage ihrer Aussagen ändern.

Aber genau das passiert nicht.

Die IPCC-Geschäftsführung

weist die Kritik einer Zensur wissenschaftlicher Arbeiten zurück.

Man prüfe ausgewogen und transparent die gesamte relevante Literatur,

aber:

Wir haben nicht den Auftrag, eine generelle Debatte anzufangen.

Und deswegen fallen Kritiker in den politischen Zusammenfassungen des

IPCC unter den Tisch. Und das war so gewollt, sagt Nigel

Calder.

Sie müssen wissen, dass der Gründungsauftrag für den

regierungsübergreifenden Klimarat lautet, zu beweisen,

dass es der Mensch ist, der für die Klimaerwärmung verantwortlich

ist.

Die Ergebnisse der Klimaberichte sind also vorprogrammiert.

Kein Wunder, dass Lomborg und andere Kritiker wie

Richard Tol und

Henrik Svensmark keine Chance haben.

Das Klima geht uns alle an und da sollte es doch eigentlich unser gutes Recht

sein, dass wirklich alle Spitzenforscher auch

gehört

werden.

End of transcript · 912 words

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