Political Critique on Germany's Defense and Economy
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein möglicher Kanzler,
der so beginnt wie Sie, Herr Merz, da möchte man sich gar nicht
ausmalen, wie der enden wird. Kriegskredite mit Klimasiegel,
darauf muss man erst mal kommen. Klimaneutralität bis
2045 soll nun sogar schon ins Grundgesetz und das
mit all den Panzern und Kampfjets, die wir jetzt für Billionen an
neuen Schulden kaufen und von denen jeder einzelne mehr
CO₂ in einer Stunde in die Luft bläst als eine
Gasheizung oder ein normaler Pkw in mehreren Jahren.
Aber die Absurdität dieses Kompromisses, die Ihnen noch nicht mal
bewusst zu sein scheint, ist ja geradezu ein Sinnbild
dafür, wie Politik heute in Deutschland
funktioniert.
Es ist Ihnen völlig egal, was das für die Menschen in
Deutschland bedeutet. Völlig egal, ob im Ergebnis noch mehr alte
Menschen in Armut leben werden, völlig egal, ob noch mehr Unternehmen
pleitegehen oder noch mehr Familien an Geldsorgen zerbrechen.
Hauptsache, man hat sich geeinigt und sei es auf den
größten
Schwachsinn. Weil Sie mit der AfD nicht reden wollen,
obwohl die bei Aufrüstung und Sozialabbau ja sogar mitmachen
würde. Aber weil Sie mit denen nicht reden
wollen, machen Sie lieber
eine Politik, die genau diese AfD immer näher an die
absolute Mehrheit bringt. Die Logik dieses Vorgehens
können Sie niemandem mehr erklären.
Und weil die kriegsverrückten Grünen es unbedingt wollten, torpediert
Deutschland jetzt die Ukraine-Verhandlungen mit zusätzlichen
drei
Milliarden an Waffenlieferungen.
Was soll da eigentlich geliefert werden?
Doch noch der Taurus? Kurz vor Schluss noch mal
maximal Öl ins Feuer gießen und hoffen, dass der Russe
nicht reagiert. Und wenn doch, dann können Sie Ihre
Klimaziele auf verstrahlten Ruinen
weiterverfolgen. Ist Ihnen das überhaupt nicht klar?
Früher war die Bundesrepublik ein wirtschaftspolitischer Riese,
der sich außenpolitisch zurückhielt und deshalb internationales
Ansehen genoss. Heute ist Deutschland auf dem Weg zum
wirtschaftlichen Zwerg und die dafür verantwortlichen
Politiker kompensieren ihre Unfähigkeit durch
außenpolitische Großmannssucht und beispiellose
Hochrüstung. Wo so etwas endet, kann man in den Geschichtsbüchern
nachlesen. Das BSW wird sich diesem gefährlichen Weg
mit aller Kraft entgegenstellen.
Und zum Schluss noch ein Wort in eigener Sache:
Dem BSW fehlen angeblich neuntausendfünfhundert Stimmen für den
Einzug in den nächsten Bundestag.
Nach der Wahl sind systematische Zählfehler zu unseren
Lasten ans Licht gekommen. Dennoch wurde an wenigen Stellen
geprüft oder gar nachgezählt. Ohne Neuauszählung steht der
Vorwurf im Raum, dass die neue Regierung keine
demokratische
Legitimation besitzt, weil eine Partei, die mit einiger
Wahrscheinlichkeit mehr als fünf Prozent der Wähler gewählt haben, nicht
im nächsten Parlament vertreten ist.
Der neue Bundestag sollte diesen Verdacht
schnellstmöglich ausräumen, indem er unserer
Wahlprüfungsbeschwerde stattgibt und unverzüglich
den Weg für eine Neuauszählung der Stimmen freimacht.
So oder so, ich verspreche Ihnen, wir kommen wieder.
Für die SPD-Fraktion hat nun die Kollegin Sonja Eichwede das
Wort.
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