Discussion on Retirement Age and Work Incentives
Ich bin so der Schlüsseljahrgang neunzehnhundertsiebenundsechzig.
Wenn die Rentenreform dieses Jahr noch beschlossen wird und fünf Jahre
Vertrauensschutz bestehen, dann bin ich so der erste Jahrgang,
der bis
siebenundsechzig arbeiten müsste und dann hätte ich einundfünfzig Arbeitsjahre.
Das ist sehr viel.
Das ist zu viel und ich fü-- ich fühle mich auch bei der Rente nach
fünfundvierzig Arbeitsjahren nicht abgeholt,
weil wenn ich mit fünfundsechzig gehen
könnte, habe ich neunundvierzig Jahre gearbeitet.
Das passt nicht.
Wenn Sie jetzt aber hören, das kostet zehn Milliarden Euro pro
Rentenjahrgang, das ist ja nicht wenig.
Können Sie verstehen, dass man vielleicht auch wenn man rein auf
die Zahlen guckt,
sagt: „Das ist zu teuer"?
Dann sage ich ganz ketzerisch, dass die junge Generation einfach auch
früher
anfangen kann zu arbeiten.
Wenn ich heute jung wäre und mir würde jemand sagen, „Du musst bis siebzig
arbeiten", dann habe ich keinen Anreiz, zeitig anzufangen.
Dann kann man erst ein Sabbatjahr machen, dann kann man warten, bis man einen
Studienplatz findet. Ich finde übrigens, wenn man wartet auf einen Studienplatz,
kann man trotzdem arbeiten oder einen Beruf erlernen.
Der Anreiz sollte wieder da sein, zeitig anzufangen,
Verantwortung zu übernehmen
und das ist im Moment nicht gegeben, meiner Meinung nach.
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