German Colonization in Africa

Wichtig für den Anfang zu wissen ist,

dass die deutschen Kolonien in Afrika

unkonventioneller Weise nicht erobert wurden,

sondern über Verträge zwischen den ansässigen Häuptlingen

und deutschen Kaufleuten etabliert wurden, sprich,

sie waren zunächst Privatinitiativen.

Daher dann auch die spätere Etablierung einer deutschen Flotte,

denn die ersten zwei Jahre waren die Kolonien Privathandel,

der dann staatlich geschützt werden sollte.

In Deutsch-Südwest gab es zwei Hauptstämme,

die Hottentotten im Süden und die Herero im Norden.

Die Verträge, die mit den Hereros gemacht wurden,

waren hauptsächlich auch Kreditverträge,

denn die Häuptlinge waren auf den Geschmack europäischer Ware gekommen

und es bestand eine hohe Nachfrage danach.

Sie konnten allerdings nicht ihr ganzes Vieh verpfänden,

da das natürlich Teil ihrer Lebensgrundlage war.

Also verpfändeten sie Land,

behandelten die Kredite aber eben oftmals wie Geschenke,

obwohl klare Zahlungsfristen gesetzt waren.

Natürlich bestanden die Kreditgeber irgendwann auf ihren Forderungen nach Ablauf der Frist.

Die Hereros konnten und wollten das allerdings nicht,

genauso wenig übrigens die Hottentotten.

Also wurden logischerweise, wie man das heute auch täte,

ihre Vieherden gepfändet.

Ein Problem war, dass es 1897 und 1898 eine Viehsorche gegeben hatte,

daher war das Vieh knapp und der Unmut natürlich groß.

Dass allerdings die Deutschen viele Hektar Ackerbau bereits etabliert hatten,

interessierte die Herero überhaupt nicht.

Samuel Maharero, Anführer der Herero, sah zum Beispiel nicht ein,

dass der Kredit überhaupt zurückgezahlt werden sollte.

Er gab sich ja zunächst auch als Verbündeter gegen

die Hottentotten bei den Deutschen aus,

da die Hereros die Hottentotten hassten,

zettelte dann aber 1904 den Aufstand der Herero an,

der also mitnichten als spontan bezeichnet werden kann.

Deutsch-Südwest war 850 Quadratkilometer groß.

Die Schutztruppe der Deutschen bestand nur aus 700 bis 800 Mann,

konnte also entweder nur an einem Ort zugleich

oder an mehreren Orten zersplittert sein.

Der vorbereitete Herero-Aufstand fand auf Befehl des Maharero im Januar 1904 statt,

der sagte, ich zitiere,

Tötet alle Deutschen!

5.000 bis 8.000 Herero-Krieger kämpften also nicht gegen die Schutztruppen,

da die zu dem Zeitpunkt bei den Hottentotten,

also im Süden der Kolonie, waren,

sondern sie über vielen Farmen und schlachteten die Bewohner aufs Grausamste nieder.

Maharero befahl nach zwei Tagen dann,

keine Kinder um Frauen mehr zu schlachten,

so auch keine Engländer,

weil er Angst vor einer Rache der Engländer hatte,

die deutlich zahlreicher in ihren eigenen Kolonien im Osten waren.

Deutsche Männer wurden dennoch bei lebendigem Leibe und vor ihren Familien verstimmelt,

sie wurden gezwungen, ihre Genitalien zu essen,

besonders die Herero-Frauen bedienten sich der Folter bis zum Tode.

Des Weiteren wurden natürlich die Farmen niedergebrannt und die deutschen Produkte vernichtet,

Verluste etwa 7 Millionen Reichsmark,

das wären dann etwa 700 Millionen Euro.

Das war für die ganz normal.

Als diese Nachricht Deutschland erreichte und

man sich auch der Grausamkeit dieses Vernichtungsschlages gewahr wurde,

wurden mehrere Bataillone entsandt.

Diese waren allerdings über ganz Deutsch-Südwest verteilt,

daher versuchte Oberst Leutwein mit Maharero auf diplomatischen Wege zu verhandeln,

was ihm in Deutschland auch übel genommen wurde.

Lothar von Trotha ersetzte ihn und schlug

in der Schlacht am Waterberg das Herero her.

Den berühmten Vernichtungsbefehl von Lothar von Trotha gab es nicht.

Was wirklich geschah ist,

er gab im Oktober 1904 einen Erlass heraus,

der auch betitelt ist mit »An das Volk der Herero«.

Er lautet »Ich, der große General der deutschen Soldaten,

sende diesen Brief an das Volk der Herero.

Die Hereros sind nicht mehr deutsche Untertanen.

Sie haben gemordet und gestohlen, haben verwundeten Soldaten Ohren,

Nasen und andere Körperteile abgeschnitten.«

Innerhalb der deutschen Grenze, Deutsch-Südwest,

wird jeder Herero mit oder ohne Gegenwehr, mit oder ohne Vieh, erschossen.

»Ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf,

treibe sie zu ihrem Volk zurück oder lasse auf sie schießen.«

Dies war in erster Linie psychologische Kriegsführung,

um die Herero nach ihrem schändlichen und menschenunwürdigen Verhalten

der deutschen Grenzen zu verweisen.

Er schreibt aber weiter »Dieser Erlass ist bei den Appellen der Truppe mitzuteilen,

mit dem hinzufügen, dass das Schießen auf Weiber oder Kinder so zu verstehen ist,

dass über sie hinweg geschossen wird, um sie zum Laufen zu zwingen.

Ich nehme mit Bestimmtheit an,

dass der Erlass dazu führen wird,

keine männlichen Gefangenen mehr zu machen,

aber nicht zu Grausamkeiten gegen Weiber und Kinder ausartet.

Die Truppe wird sich des guten Rufes des deutschen Soldaten bewusst bleiben.

Man wollte diesen hererischen Störfaktor erst einmal aus dem Land haben,

daher war mit den Briten,

deren Kolonialterritorium im Osten an Namibia grenzte,

sogar abgemacht, dass sie vorläufig die Herero aufnehmen würden.

Nicht zu vergessen ist,

dass die Herero mit dieser Aktion auch

nach allen Regeln der Kunst gegen Geltendes Kriegsrecht verstoßen hatten,

von daher ist an diesem Erlass auch nichts Schändliches.

Zu dem Mythos nun aber,

die Deutschen hätten die Hereros in der Kalahari systematisch verdursten lassen.

Dazu ist zuerst zu wissen,

dass die Kalahari entgegen politisch korrekter Geschichtsschreibung keine Wüste,

sondern eine Trockensavanne ist.

Das ist ein bedeutender Unterschied.

Dazu kommt, dass die Hereros sich in der Oma-Heke-Savanne befanden,

also einem Ausläufer der Kalahari,

der der Größe der Schweiz entspricht.

Dass die Hereros verfolgende Herr unter von Essdorff war 1200 Mann stark.

Können 1200 Mann 40.000 Quadratkilometer, also die Fläche der Schweiz,

abriegeln? Nein, natürlich nicht.

Sie sorgten lediglich dafür, dass die Hereros sich

nur für kurze Zeit an Wasserquellen aufhielten

und alsbald weiter gen Osten reisten,

weil sie einfach sonst immer wieder Kerten machten.

Da es keine Volkszählung gab, ist natürlich völlig unklar,

wie viele Hereros es überhaupt gab.

Von daher sind Schätzungen über die Anzahl der Kollateralschäden

auch einfach nicht treffbar und ein völliges Absurdum.

Wir wissen, dass Maharero mit seiner Familie

bei den Briten sicher und heil ankam.

Der deutsche Gouverneur Friedrich von Lindequist gab einen Anlass heraus,

alle Hereros, die sich nicht aktiv an einem Mord beteiligt hätten,

können nach einer bestimmten Zeit wieder zurückkehren.

Und es wurden 14.000 registriert, die wieder zurückkamen.

Aber das ist auch die einzig dokumentierte Zahl,

die wir in diesem Zusammenhang haben.

Eine Aussage wie, eine unbekannte Zahl kam in Ovango an,

ist einfach unzulässig. und nichtssagend.

Wir wissen ein Teil der Herreros sind in Uvango, also im Norden,

ein anderer Teil bei den Briten im Osten angekommen.

Kein Mensch kann seriös behaupten,

er wisse wie viele Herreros nun umgekommen seien.

Erstens, zweitens gab es keinen Völkermord,

denn diesen macht aus,

Zitat, gekennzeichnet ist er durch die spezielle Absicht

auf direkte oder indirekte Weise eine nationale,

ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören.

Eine Absicht lag weder vor,

noch wurden Maßnahmen für eine entsprechende Säuberung eingeleitet.

Und so einfach kann es manchmal sein.

Und das Allermindeste, dass man sagen kann, ist,

dass man nicht weiß, wie viele umgekommen sind.

Das ist einfach so, alles andere ist Kaffeesatzleserei.

Die Deutschen töteten also nicht in Massen Herreros,

weil sie etwa Völkermörder gewesen wären,

sondern sie verbannten die Herreros,

weil genau diese sich nicht an Abmachung hielten oder diese respektierten,

ein Millionen Schaden hinterlassen hatten

und sich selbst des Völkermordes an Deutschen schuldig gemacht hatten.

Aber selbstverständlich tun wir alles, um den Deutschen Stolz aufrechtzuerhalten

und ihnen ja bloß nicht ihren ersten Völkermord im 20. Jahrhundert abzusprechen.

Das wäre ja noch schöner.

Fakten stören ja nur.

Und das Einzige, zu dem Deutsche gut sind,

kann man ihnen doch nicht nehmen.

Diese grausamen Bestien.

Klar, und die Erde ist eine Pizza.

Sonst noch Fragen?

Ich will es mit den Worten von Hermann von Wisman,

Gouverneur in Deutsch-Ostafrika, beenden.

Man soll Religion,

Sitten und Bräuche des Afrikaners strengstens respektieren.

Der Neger soll erkennen,

dass man ein Herz für ihn hat.

Es gilt also bitte immer,

die Geschichte als Ganzes zu betrachten und

nicht einzelne, teils spekulative Aspekte aus dem Zusammenhang zu reißen.

Denn so macht man Propaganda,

die in diesem Falle auch nichts als üble Nachrede ist

und schlussendlich das linke Lieblingswort nämlich Hetze ist.

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