The Impact of Modern Conveniences on Happiness
Früher haben wir als Historiker gedacht: Ja, wenn jeder eine Waschmaschine hat und
man nicht mehr im Fluss die Wäsche machen muss, ja, super.
Oder wenn jeder noch einen Kühlschrank hat und er kann kühle Getränke im
Kühlschrank lagern, da werden die Leute werden singen vor
Glück.
Früher der, der König hatte ja nicht irgendwie,
konnte nicht eine halbe Stunde warm
duschen. Heute kann ja jeder in der Schweiz,
in Österreich, in Deutschland kann
eine halbe Stunde warm duschen. Haben wir gedacht, wenn das alle können,
die Leute
werden nur noch mit einem Grinsen durch die Straßen laufen.
Wenn dann alle genügend Kilokalorien haben, genügend, was auch immer
sie gerne essen, dann die Leute werden ja und zusätzlich
noch,
wenn nicht nur ein Kammerorchester aufspielt,
weil der König hatte das ja hin und
wieder, sondern wenn jeder seine Lieblingsmusik
auf Knopfdruck
haben kann. Kurzum, wenn dieser Zustand kommt, dann sind alle
Ziele erreicht, ja. Das haben die Historiker wirklich
geglaubt.
Aber heute, das wissen wir ja, wer hat sich letztes Mal über die
Waschmaschine oder
Spülmaschine gefreut oder über den Kühlschrank oder über das Smartphone oder
über
Spotify oder Netflix und was wir alles haben.
Es hat keinen stabilisierenden Einfluss auf unser Glück,
sondern die, die es erreicht haben, wissen es, dass
es nicht funktioniert. Die anderen denken noch,
wenn ich das habe, werde ich
glücklich sein. Aber wir, die das haben,
ja, wir wissen, es nützt genau sehr wenig.
Ich bin schon froh, habe ich ein kühles Getränk.
Ich bin auch froh, ich möcht's nicht hergeben, ja,
aber ich habe trotzdem sehr
viele Sorgen. Und da sage ich, das ist ja dann der nächste
Entwicklungsschritt, den wir machen müssen.
Ich glaube, wir müssen lernen, unseren Verstand zu
beobachten, weil der unbeaufsichtigte
Verstand, das ist eine Erkenntnis, die ich jetzt über die letzten Jahre auch
bei mir wirklich, äh, vertieft habe, der
unbeaufsichtigte Verstand kreiert
Horrorszenarien am Laufband.
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