Islamic Political Theology and Governance

Mohammed ist in den Augen seiner Gläubigen das Siegel der

Offenbarung. Er war auch Feldherr, er war aber vor allem

Gesetzgeber. Und der Koran ist in ganz wesentlichen

Teilen ein

gesetzgeberisches Buch, wo alle Aspekte des öffentlichen und

privaten Lebens geregelt sind.

Der Islam war von Anfang an eine zutiefst politische

Religion und dadurch unterscheidet er sich vom

Christentum, denn die frühen Christen hatten kein

Staatskonzept.

Entgegen vielen Behauptungen war die Bergpredigt kein

politisches Programm, sondern ein Heilsweg.

Die Urchristen lebten in der freudigen Erwartung des Jüngsten

Gerichts.

Und die Korangelehrten, die Ulama, erklären das immer wieder in den

Gesprächen, die sie mit Christen führen.

Sie verweisen auf Zitate

aus dem Neuen Testament. Jesus sagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.

Wer zum Schwerte greift, wird durch das Schwert umkommen."

Und der Islam ist nun ganz anders, ganz politisch veranlagt.

Dort besteht der Grundsatz Din wa Dawlah.

Religion und Staat bilden eins

und die Politik ist gewissermaßen nur Bestandteil

der Religion im gut und recht verstandenen

Islam. In Medina hatte Mohammed den ersten

perfekten Gottesstaat gegründet.

Deswegen macht es auch wenig Sinn, wenn wir heute den Muslimen von

einer Übernahme unserer demokratischen und aufklärerischen

Prinzipien oder gar des Pluralismus erzählen.

Das Urprinzip des Islam ist der Tauhid, das heißt die Einzigkeit

Gottes. Und die perfekte Gesellschaft ist jene,

wo die Einstimmigkeit des

Gottesvolkes die Einzigkeit Gottes widerspiegelt.

End of transcript · 240 words

iPhone app Translate videos on your iPhone Paste a TikTok, Instagram or X link, add subtitles in your language and save the video to Photos.

Read any video in your language

Paste a link from X, TikTok, YouTube or Instagram. You get a page like this one.

© 2026 TranslateMom Transcripts Sources Pricing Legal