Political Exclusion in German Left Party
Hi, mein Name ist Hannah Bruns und ich bin
Parteimitglied der Linken Berlin.
Heute hat mich die Nachricht aus dem Tagesspiegel erreicht, dass ich aus meiner
Partei ausgeschlossen werden soll.
Bereits während des Wahlkampfs gab es Berichte, die über ein drohendes
Ausschlussverfahren gegen mich berichtet haben.
Der komplette Ausschlussantrag lag seit Monaten Welt und Tagesspiegel vor.
Aber was hab ich eigentlich verbrochen?
Ich bin seit über zehn Jahren Teil der Palästina-Bewegung und seit Beginn des
Genozids auch in Berlin ein sehr aktiver Teil der Bewegung gewesen.
Meine Überzeugung ist: Es gibt keine Neutralität in einem
Genozid.
Leider sehen das sogar in meiner Partei nicht alle so und deswegen soll ich nun
aufgrund von Palästinasolidarität ausgeschlossen werd-werden.
Expliziter wegen konsequenter Palästinasolidarität.
Denn ja, ich habe auch auf Demonstrationen gesagt,
dass Palästinenserinnen auch das
Recht haben, sich bewaffnet gegen Vertreibung,
Apartheid und Genozid zu wehren.
Und ich habe zum Ausdruck gebracht, dass ich mich für eine sozialistische
Ein-Staaten-Lösung einsetze, in der Palästinenserinnen und Israelis
friedlich zusammenleben können.
Ihr müsst diesen Lösungsansatz nicht teilen, aber soll das jetzt antisemitisch
sein?
Das alles kommt zu einem Zeitpunkt, in dem wir Sondierungsgespräche in Berlin
führen und in dem wir endlich darüber reden sollten, wie Deutsche Wohnen und Co.
endlich enteignet werden sollten und dass Polizeigewalt in Berlin endlich
gestoppt werden müsste. Ganz ehrlich an alle Antragsstellerinnen:
Ihr macht euch so
lächerlich. Ich werde den Kampf gegen diesen
Ausschlussantrag auf mich nehmen und
ich werde ihn gewinnen. So viele Genossinnen in meiner Partei
teilen meine Position und noch so viel mehr Genossinnen sind der Meinung, dass
meine Positionen Platz in einer sozialistischen Partei haben sollten.
Ein weiteres Mal zeigt sich: Antideutsche sind keine Linken.
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