Controversy Over Jewish Group in AfD
Die Gründung des neuen innerparteilichen Flügels Juden in der AfD war
schon vor dem ersten öffentlichen Termin heftig umstritten.
Einstehen wolle die vierundzwanzigköpfige Gruppierung für konservative Werte und
die Familie als Zentrum der Gesellschaft.
Veränderungen innerhalb der Partei dagegen scheinen keine Zielsetzung zu sein.
Einen Widerspruch zwischen jüdischen Interessen und den Vorstellungen der AfD
könne
man nicht erkennen, hieß es.
Die AfD ist eine außerordentlich
pro-israelische Partei, vermutlich die pro-israelische Partei im
deutschen
Eine Aussage, die zumindest überrascht.
Hatten doch diverse Äußerungen von AfD-Mitgliedern für weitreichende Empörung
gesorgt. So nannte Thüringens
AfD-Fraktionsvorsitzender Björn Höcke
das Holocaust-Mahnmal ein Denkmal der Schande.
Bundesparteichef Gauland die Gräueltaten während der NS-Zeit einen
Vogelschiss in der Geschichte. Und auch innerhalb der Partei
zugehörigen Jugendorganisation hatten antisemitische Äußerungen für Aufruhr
gesorgt. So war in internen Chats von Mitgliedern
der jungen Alternative
unter anderem gegen einen Terrorstaat Israel gehetzt worden.
Nicht zuletzt deshalb hatten siebzehn jüdische Organisationen die Gründung
der JFD scharf kritisiert. Der Vorwurf, die Partei
instrumentalisiere die jüdische Gemeinschaft vor allem für antimuslimische
Zwecke. Genau hier sieht der Zentralrat der Juden
auch die Schnittmenge der
Islam als gemeinsames Feindbild.
Die AfD ist eine, eine Partei, die gezielt oder in erster
Linie heute gegen Flüchtlinge, Migranten, Muslime
agitiert. Allerdings, äh, die
mathematische Formel "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" geht nicht
auf.
Die AfD-Führung hingegen begrüßt die neue Vereinigung, dient sie doch in
gewisser Weise auch als Schutzschild gegen den Vorwurf antisemitischer
Strömungen innerhalb der Partei.
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