Annalena Baerbock's Controversial UN Role
Annalena Baerbock hat ein Riesentalent, immer wieder in den Fettnapf
zu treten und nun knüpfen sich die USA und Russland die grünen
Politikerinnen ungewöhnlich scharfer Manier und mit herben Worten vor.
Beide Großmächte werfen der fünfundvierzig-Jährigen vor,
sich als Präsidentin der
UN-Generalversammlung bei der Auswahl des nächsten Generalsekretärs
der Vereinten Nationen in die Kompetenzen des Weltsicherheitsrats
eingemischt zu haben. Schließlich habe ihr aktueller Job ja auch
nur
repräsentative Aufgaben. Es ist nicht das erste Mal,
dass Baerbock sich in New
York auf ganz dünnem Eis bewegt, wie Marlene Wege zeigt.
Wenn es nach Annalena Baerbock ginge, dann wäre der nächste
UN-Generalsekretär eine Frau. Bei der Auswahl mischt sie sich nach
Ansicht von USA und Russland jetzt aber zu stark ein.
Als Präsidentin der UN-Generalversammlung hatte sie öffentliche Gespräche mit
den Kandidaten organisiert. Brisant ist: Anschließend fordert sie den
Sicherheitsrat auf, nur Bewerber zu berücksichtigen,
die an diesem
Dialog teilgenommen haben. Das sorgt für Ärger.
Man habe erhebliche Einwände gegen die Übergriffe und unverantwortlichen
Handlungen, so die US-Diplomatin Jennifer Loketta.
Baerbock setzt den Trend fort, dass die UN-Führung sich eher als
diplomatische Superstars denn als Verwaltungschef sieht.
Russland legt nach, Moskau sei besorgt über die Rolle,
die sich die
Präsidentin der Generalversammlung selbst zuzuschreiben versucht.
Die Vorwürfe sind nicht neu. Öffentliche Inszenierung,
ungeschickte Sticheleien, politische Botschaften.
Baerbock nutzt die Bühne der Vereinten Nationen sichtbar anders als ihre
Vorgänger. So zeigt sie sich beispielsweise in einem
Instagram Reel ganz im
Stil von Sex and the City.
Ja, da sieht man die High Heels und die Jeans
und alles ist so fröhlich und hallo
und da sieht man auch den Bauch aus gucken.
Annalena Baerbock musste sich ja von Anfang an der Kritik aussetzen, dass
sie, ähm, die Form vor die Substanz stellt.
Dabei geht es längst nicht mehr nur ihren persönlichen Stil.
Schon Baerbocks Ernennung zur UN-Präsidentin war umstritten.
Eigentlich sollte die deutsche Top-Diplomatin Helga Schmidt den Posten
übernehmen.
Seitdem hat Deutschlands Einfluss in den Vereinigten Nationen gelitten.
So scheiterte etwa die Bewerbung Deutschlands einen Sitz im
UN-Sicherheitsrat. In New York wird Deutschland zunehmend als
Land
wahrgenommen, das zwar viel Geld gibt, aber an diplomatischem
Einfluss verliert.
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