Linke kritisiert Grundgesetzänderungen im alten Bundestag
Was Sie von Union und SPD hier gerade veranstalten, das ist zutiefst
undemokratisch.
Sie peitschen drei Grundgesetzänderungen, die ein Finanzvolumen von bis
zu eintausend Milliarden Euro binden, mal eben binnen weniger Tage durch den
alten
Bundestag. So geht das nicht.
Fast fünfzig Millionen Menschen, so viele wie seit 1998
nicht mehr, sind am 23. Februar an die Wahlurnen gegangen und
haben einen neuen
Bundestag gewählt. Aber weil Ihnen das Ergebnis nicht passt,
rufen Sie jetzt noch
mal den alten Bundestag zusammen.
Ja, Sie behaupten, die Entscheidung sei so dringlich,
dass es anders nicht ginge.
Aber dann konstituieren Sie doch den neuen Bundestag nicht erst am letztmöglichen
Tag, am 25. März, sondern vorher. Morgen steht das amtliche
Endergebnis fest. Montag kann der neue Bundestag einberufen
werden.
Aber das wollen Sie natürlich nicht, denn vor diesen neuen Mehrheiten haben Sie
Angst. Sie wissen, dass Sie das Grundgesetz dann nur
gemeinsam mit allen
demokratischen Fraktionen ändern können, also auch mit uns Linken.
Und Sie wissen, dass wir nur einer Abschaffung oder
zumindest einer ernsthaften
Reform der Schuldenbremse zustimmen würden.
Denn genau das wäre der richtige Weg.
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