Debate on Dual Citizenship in Germany
Ihre Partei sagt, sie möchte die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen.
Das bedeutet, ich dürfte hier,
es steht schwarz auf weiß gedruckt, deutsch mazedonisch,
ich fühle mich als Deutsche und Albanerin, demnach dürfte ich so,
wie ich jetzt hier lebe, das könnten Sie auf Grundbasis Ihrer Partei und das,
was Sie vertreten und durchsetzen wollen,
das könnten Sie dann ja nicht akzeptieren. Also, wer die Antwort eigentlich nach...
Die deutsche Staatsbürgerschaft nicht zusteht.
Okay, also in Ihrem Wahlprogramm steht, man muss 60 Pflichtstunden machen,
dann hat man einen Einbürgerungstest,
am Ende muss man die dritte Strophe von einem Lied, ich weiß gerade nicht mehr,
wie der Titel war, einstimmen...
Das heißt, die Nationalhymne,
das haben Sie in jedem Land, aber gut, sagen Sie weiter.
Und dann kriegt man diese Urkunde und man ist deutsch.
Das hier sollte die ultimative Hinrichtung vor laufender Kamera werden.
Eine junge Politikstudentin setzt sich in dieses Live Interview mit dem
glasklaren Ziel, AfD Chefin Alice Weide vor Millionen Zuschauern komplett
vorzuführen und politisch zu zerlegen. Sie kommt vorbereitet,
emotional geladen und mit den ganz großen Vorwürfen im Gepäck.
Rassismus, Ausgrenzung
und die Abschaffung der Identität.
Doch was als perfekt geplanter Angriff beginnt,
entwickelt sich in nur wenigen Minuten zu einem absoluten Debatten Desaster.
Statt die Kontrolle zu behalten,
verliert die Studentin Schritt für Schritt den Faden,
verheddert sich in ihren eigenen Argumenten und sorgt am Ende für einen der
peinlichsten Patzer im deutschen Fernsehen.
Wir starten direkt am Anfang des Matches.
So, Diana Demisay, Sie haben jetzt hier die Bühne.
Ich gehe zurück, Ihre Fragen an Alice Weide, sechs Minuten für Ihre Stimme.
Ja, danke, Herr Strempel.
Danke auch an Frau Weidel, dass Sie sich auf das Gespräch mit mir einlassen.
Ich fasse es jetzt noch mal kurz.
Also ich habe einen Migrationshintergrund,
meine Familie hat albanische Wurzeln und ich fühle mich als Deutsche und
als Albanerin. Können Sie das so akzeptieren?
Natürlich kann ich das so akzeptieren.
Warum sollte ich nicht? Sie sind, Sie haben einen hervorragenden Background.
Sie haben sehr tollen Lebenslauf. Das haben wir gerade auch gesehen.
Ich habe mir das auch sehr genau durchgelesen.
Und es ist toll,
dass Sie hier sind und dass Sie sich hier wohlfühlen. Warum also nicht?
Ja, aber in Ihrem Wahlprogramm steht doch zum Beispiel,
beziehungsweise Ihre Partei ist gegen die doppelte Staatsbürgerschaft.
Die soll abgeschaffen werden.
Ich habe eine doppelte Staatsbürgerschaft, die deutsche und die mazedonische.
Und demnach wäre doch die Frage danach,
ob Sie das so, wie ich jetzt hier lebe, akzeptieren können.
Eigentlich nein, weil Sie das nicht akzeptieren,
dass ich die doppelte Staatsbürgerschaft habe.
Na, also die Grundidee, die ist ja,
dass man ab einem gewissen Punkt ein Bekenntnis abgeben sollte,
dass dort, wo man auch lebt,
dass man sich da auch zugehörig fühlt. Das ist der Grundgedanke.
Ja, aber ich habe doch gerade gesagt...
Und natürlich haben wir nichts gegen eine Doppelstaatsbürgerschaft.
Ich sage jetzt mal, wenn Sie in den USA geboren sind
oder in Ihrem Fall dann eben in Mazedonien und dann nach Deutschland wechseln,
dass Sie natürlich eine doppelte Staatsbürgerschaft haben, wenn Sie,
wenn Sie voll integriert sind. Eben nicht.
Also Ihre Partei sagt, sie möchte die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen.
Das bedeutet, ich dürfte hier als,
es steht schwarz auf weiß gedruckt, deutsche, mazedonisch.
Ich fühle mich als Deutsche und Albanerin.
Demnach dürfte ich so, wie ich jetzt hier lebe.
Das könnten Sie auf Grundbasis Ihrer Partei. Und das, was
Sie vertreten und durchsetzen wollen, das könnten Sie dann ja nicht akzeptieren.
Also wäre die Antwort eigentlich nein.
Nee, ich habe es Ihnen ja gerade erklärt, was der Hintergrund ist.
Und der Hintergrund ist auch, wenn Sie beispielsweise
die türkische Gemeinde hier haben, dass ein Bekenntnis vorderrangig zu Erdogan,
dass das dazu auch führen kann.
Weidel bleibt absolut eiskalt und bringt das Erdogan Beispiel.
Die Studentin merkt sofort,
dass ihre Argumente nicht ziehen und versucht jetzt Weidel mit einer emotionalen
Familiengeschichte zu konfrontieren.
Doch schaut genau hin, wie Alice Weidel eiskalt bleibt,
den Spieß komplett umdreht und das geplante Vorführen komplett
nach hinten losgehen lässt.
Jetzt kommt der entscheidende Moment.
Das dazu auch führen kann,
dass Sie die deutsche Staatsbürgerschaft eben nicht erhalten.
Okay, apropos Bekenntnis. Wir schließen jetzt einfach mal mit mir ab.
Ich würde gerne mit meinen Eltern weitermachen. Die haben nämlich nicht
die deutsche Staatsbürgerschaft. Die haben keinen deutschen Pass.
Die leben und arbeiten in Deutschland seit knapp 30 Jahren.
Und in ihrem Wahlprogramm steht irgendwie, ja,
man muss dann irgendwie 60 Pflichtstunden machen.
Man sinkt in Volkslicht und dann kriegt man irgendwie eine Urkunde,
dass man jetzt deutsch ist.
Hurra! Dürfen meine Eltern hier leben?
Müssen sie sich Sorgen machen,
dass wenn sie irgendwie in den nächsten zehn Jahren an die Macht kommen,
dass sie dann wieder zurückgeschickt werden, weil sie keinen deutschen Pass haben?
Also, dass da drin steht,
man müsste ein Volkslied singen oder sonst irgendwas, das stimmt ja so nicht.
Also Sie sollten schon bei der Sache bleiben.
Es ist natürlich, wenn ich bitte ausreden darf, was genau da drin steht.
Plakativ sollten wir nicht werden in solchen entscheidenden Fragen.
Diese Diskussion müssen wir sachlich führen.
Wir haben Probleme in unserem Land.
Untertitel der Amara org Community
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