Von der Leyen: Deleted Messages Criticized and New Phone Proposed
Many warm greetings from Strasbourg, where the plenary week ends today.
You probably noticed: Ursula von der Leyen recently had a spokesperson
say that messages on her phone are automatically deleted, but this
is, of course, merely for storage reasons.
That, of course, caused quite a bit of laughter in Brussels.
After all, we're no longer in the nineties; storage space really isn't a
problem anymore.
Since Ursula von der Leyen now holds a very special place in my heart, I have
submitted an amendment to the budget that was up for a vote this week.
I wanted our Uschi to be provided with a new phone.
57 MEPs from three right-wing groups supported my idea.
The Commission should provide the funds for a proper phone for the President.
and ensure adequate IT equipment.
This motion was voted on today and it was rejected.
But over two hundred parliamentarians voted for this motion, and they did so with some amusement,
because, of course, everyone has long known the problem was not the phone.
The problem is Ursula von der Leyen's very own tradition of preferring to have unpleasant electronic
communications disappear.
Already in 2020, during the consultants' scandal at the Ministry of Defence, she had two
mobile phones wiped, even though the messages had already been requested as evidence by the
investigative committee.
In spring 2021 she engaged in a personal SMS negotiation with Pfizer CEO Albert Bourla.
about a vaccine contract worth around 35 billion euros.
The Commission repeatedly refused in 2022 and 2023 to hand over these text messages, on the grounds
that these messages had not been archived
and that they did not constitute official documents.
And finally, most recently, the text message from French President Emmanuel Macron
from 2024 about Mercosur.
Not archived due to lack of space.
It would be laughable if it weren't so tragic.
But one thing I promise: this issue will not simply be deleted.
And I will definitely keep pressing Ursula von der Leyen on this.
Because von der Leyen's deletion methods are no accident.
They have a system, and sooner or later she will trip over it.
I will ensure that.
Thank you.
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Original transcript (German)
Viele liebe Grüße aus Straßburg, wo heute die Plenarwoche zu Ende geht. Ihr habt es sicherlich mitbekommen, Ursula von der Leyen hat vor kurzem über einen Sprecher erklären lassen, dass Nachrichten auf ihrem Handy automatisch gelöscht werden, dies aber natürlich lediglich aus Platzgründen. Das hat in Brüssel natürlich für einiges an Gelächter gesorgt.
Wir sind ja schließlich nicht mehr in den 90ern, Speicherplatz ist nun wirklich kein Problem mehr. Da Ursula von der Leyen inzwischen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat, habe ich einen Änderungsantrag zum Haushalt gestellt, der diese Woche zur Abstimmung stand. Ich wollte, dass unserem Uschi ein neues Telefon zur Verfügung gestellt wird.
57 Abgeordnete aus drei Rechtsfraktionen haben meine Idee unterstützt. Die Kommission soll die Gelder für ein ordentliches Telefon für die Präsidentin bereitstellen und für eine angemessene IT-Ausstattung sorgen. Über diesen Antrag wurde nun heute abgestimmt und er wurde abgelehnt. Aber über 200 Abgeordnete haben für diesen Antrag gestimmt und das unter einigem Schmunzeln,
denn natürlich weiß jeder längst, das Problem war nicht das Telefon. Das Problem ist Ursula von der Leyens ganz eigene Tradition, unangenehme elektronische Kommunikation lieber verschwinden zu lassen. Schon im Jahr 2020, während der Berateraffäre im Verteidigungsministerium, ließ sie zwei Handys löschen, obwohl die Nachrichten bereits vom Untersuchungsausschuss als Beweismittel
angefordert waren. Im Frühjahr 2021 führte sie eine persönliche SMS-Verhandlung mit Pfizer-CEO Albert Bourla über einen Impfstoffvertrag im Wert von rund 35 Milliarden Euro. Die Kommission verweigerte 2022 und 2023 wiederholt die Herausgabe dieser SMS mit der Begründung, dass diese Nachrichten nicht archiviert worden seien und sie keine offiziellen Dokumente
darstellten. Und zuletzt nun eben die Kurznachricht des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus dem Jahr 2024 zum Thema Mercosur. Nicht archiviert aus Platzgründen. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre.
Aber eins verspreche ich, dieses Thema wird nicht einfach gelöscht. Und an Ursula von der Leyen bleibe ich auf jeden Fall dran. Denn die Löschmethoden von der Leyens sind ja kein Zufall. Sie haben ein System und früher oder später wird sie darüber stolpern. Dafür werde ich sorgen.
Vielen Dank.