Debatte über Putins Rat an die Schweiz und Europas Ukraine-Politik
Nov 2, 2026 3:34
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Sie haben dann auch, äh, Putin um einen
Ratschlag gefragt für kleine Länder in
Europa wie für die neutrale Schweiz.
Sie fragen also einen Aggressor, einen Kriegsverbrecher um
Rat. Meinen Sie das ernst?
Ja, hundert Prozent. Also
ich finde das, äh, nicht völlig irrelevant,
was ein russischer Präsident
sagt, wenn man ihn aus der Sicht eines
Kleinstaates fragt: Was ist eigentlich Ihrer Meinung nach die
richtige Politik des Überlebens?
Das war meine Frage in dieser
Raubtierarena der großen
Staaten und ich fand sehr interessant, was er gesagt hat.
Er hat gesagt: "Die kleinen und
mittleren Staaten sollten
sehr
genau ihre nationalen Interessen verteidigen.
Sie sollten ihre Souveränität
und Handlungsfähigkeit verteidigen."
Und das, glaube ich, ist eine sehr wichtige Erkenntnis,
egal wer's gesagt
hat, äh, dass man gerade auch in Europa sich die
Frage
stellen muss: Ist das wirklich unser Krieg?
Jeder, der jetzt nicht
gleicher Meinung ist wie Sie und der Auffassung ist,
man müsse jetzt jeden Euro,
den man nicht hat, in diesen Krieg investieren,
wird dann von Ihnen so quasi
dargestellt: "Ja, Sie
rechtfertigen jetzt da irgendwie das
russische Geschehen." Da
muss ich Sie korrigieren. Das ist nicht der Fall.
Ich verurteile das,
aber vor allem verurteile ich eine Politik
in der Europäischen
Union, die diesen Krieg immer
weiter treibt,
die eine
Eskalationspolitik betreibt und
die vor allem nicht im
Interesse Europas ist.
Nein. Doch.
Schauen Sie sich mal Deutschland an, das ist ja eine Tragödie.
Und das hat entscheidend damit zu tun, dass sich ein Kontinent, eine
Industriemacht,
abschneidet von Rohstofflieferungen aus
Russland. Und jetzt ist die Frage:
Ist das ein Krieg, den man da
führt, eben mit dem Ziel,
Russland zu stoppen oder Russland
militärisch zu
besiegen? Ich halte das für wahnsinnig.
Ich halte das für kontraproduktiv.
Aber,
wie heißt das? Ähm, Fiat justitia pereat mundus.
Es ist einfach Teil dieser moralischen
Arroganz, die wir jetzt sehen in der
Europäischen Union
von Politikern, die eigentlich nichts auf die Reihe
kriegen.
Das Einzige, was sie haben, ist ein Feindbild eines russischen
Präsidenten. Mit dem haben
viele diese Politiker bis
vor acht Jahren
noch die schönsten Geschäfte gemacht.
Nein. Doch.
Am gleichen Ort, wo die
deutsche Wehrmacht
vor etwas über
80
Jahren mit ihren Panzern einmarschiert
ist, steht jetzt ein Kanzler, bei
dem sich viele Leute fragen:
Ist er eigentlich schon der Kanzler der
Ukraine?
Und stellt sich da hin und, ähm, betätigt sich da
sozusagen als diplomatischer Vorkämpfer.
Da kann ich Ihnen
sagen: Also mit dieser Form der Diplomatie löst
du gar nichts.
Aber die Deutschen sollten sich vielleicht
ein bisschen da stärker zurücknehmen vor
dem Hintergrund-
Die Deutschen.
-der ganzen Geschichte gegenüber
Russland und gegenüber der Sowjetunion.
Gut, jetzt.
Ich würde nie einer Großmacht trauen,
weder den Amerikanern noch
den Russen. Aber ich würde sagen, dass der Krieg in der Ukraine
es nicht wert ist, dass wir in Europa eine totale
Wirtschaftskrise haben und einen
dritten Weltkrieg, ähm, riskieren.
Und es gibt in Russland
eine ganze Reihe von Leuten,
ähm, wo man
wirklich sich wünscht, dass die nie in die Nähe auch nur
irgendeines Knopfes kommen, ähm, wo ein, ein rotes Zeichen
drauf ist und-
Das ist total gefährlich. Sie haben absolut recht.
Das ist brandgefährlich.
Sie haben absolut recht.
Und deshalb würde ich einfach aus der europäischen Geschichte heraus sagen:
Freunde, lasst uns vielleicht versuchen, irgendwo
mit Russland zusammen etwas aufzubauen,
weil Frieden in
Europa kann es nicht gegen Russland,
das kann es nur mit Russland geben.
Nein.
Doch.
End of transcript · 574 words
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